USA: Katholische Bischöfe fordern Einwanderungsreform
Bischof Gruss verwies auf die historische Rolle der USA als Aufnahmeland für Verfolgte. Er erkannte zwar die Rechtmäßigkeit der Abschiebung von Straftätern an, hinterfragte jedoch die Ausweisung von Personen, die seit Jahren einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten. Eine gerechte Gesellschaft dürfe Festnahmen und Deportationen nicht ohne rechtsstaatliche Vertretung oder unter Verletzung von Grundbedürfnissen zulassen. Er sprach sich für Maßnahmen aus, die sowohl die nationale Sicherheit wahren als auch die Rechte der Arbeitsmigranten schützen.
Die Folgen der aktuellen Politik
Erzbischof García-Siller beschrieb in seinem 56-seitigen Schreiben die Folgen der aktuellen Politik für die Betroffenen. Er berichtete von zunehmender Angst unter Migranten, die aus Furcht vor Festnahmen Wohnungen nicht mehr verließen, Arztbesuche vermieden und kirchlichen Zusammenkünften fernblieben. Unter Berufung auf parlamentarische Berichte verwies er zudem auf Vorwürfe bezüglich mangelhafter Bedingungen in Haftzentren.
García-Siller hob hervor, dass laut Daten ein Großteil der inhaftierten Einwanderer keine strafrechtlichen Verurteilungen aufweise. Er kündigte den Ausbau kirchlicher Betreuungsangebote an, bei denen Seelsorger und Ehrenamtliche betroffene Familien zu Hause und in Hafteinrichtungen besuchen, um Beistand und Güter des täglichen Bedarfs bereitzustellen. Abschließend forderte er die Schaffung zugänglicherer legaler Zugangswege für Einwanderer.
(ewtn news - mg)
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