Christen und Muslime senden Grußbotschaften zum Ramadan
„Diese seltene Übereinstimmung lädt uns dazu ein, mit wachem Sinn all das wahrzunehmen, was uns miteinander verbindet“, so der Limburger Bischof in dem am Dienstag veröffentlichten Grußwort an muslimische Gläubige.
Gerechte Friedensordnung in Nahost
Er erinnerte an die Situation von Juden, Christen und Muslimen im Heiligen Land, die von Frieden weit entfernt seien. Während seines Besuchs am Jahresende sei ihm schmerzlich bewusst geworden: „Eine gerechte Friedensordnung, die die Menschenwürde von Israelis und Palästinensern gleichermaßen schützt, ist in weite Ferne gerückt.“ Die Gewalt habe äußerlich wie innerlich tiefe Wunden geschlagen. Doch inmitten der Verwüstungen sei der Wunsch nach Frieden allgegenwärtig.
Bätzing verwies auf die Friedensbotschaft von Papst Leo XIV. zum 1. Januar. Wer durch das Gebet Herz und Verstand weite, öffne seine Augen für das Leid der Mitmenschen. So würden Menschen fähig, solidarisch zu handeln und die Würde jedes Menschen zu achten. „Dann ist Religion auch keine Barriere, sondern eine Ressource für den Frieden“, so Bätzing. Dazu trage Fasten bei. Der scheidende Konferenzvorsitzende rief dazu auf, sich „jeder Form von Menschenfeindlichkeit entschieden entgegenzustellen, sei es Rassismus, Antisemitismus oder Islamfeindlichkeit“.
Menschen aktiv helfen
Auch der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) erinnert in seiner Grußbotschaft an Musliminnen und Muslime auf den nahezu gleichzeitigen Beginn von christlicher Fastenzeit und Ramadan in diesem Jahr. „Weltweit wie auch hier in Deutschland stehen viele Menschen vor sozialen und ökonomischen Herausforderungen. Der Fastenmonat ruft dazu auf, nicht wegzusehen, sondern aktiv zu helfen – durch Spenden, Engagement und durch eine Haltung der Barmherzigkeit im Alltag."
Der Ramadan erinnere daran, dass Verantwortung, Rücksichtnahme und Solidarität zentrale Elemente des Zusammenlebens seien – „Werte, die selbstverständlich sein sollten, es oft aber nicht sind", betonte KRM-Sprecher Ali Mete.
Im KRM haben sich fünf Islamverbände zusammengeschlossen: die türkisch-islamische Ditib, der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland, der Zentralrat der Muslime in Deutschland sowie die Verbände albanischer und marokkanischer Muslime hierzulande.
(kna - cs)
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