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Messe in der Geburtskirche in Bethlehem Messe in der Geburtskirche in Bethlehem  (AFP or licensors)

D: Bischofssprecher Kopp besorgt um Christen im Heiligen Land

Matthias Kopp, Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, sieht die Gefahr eines weiteren „Christen-Exodus“ im Heiligen Land. Die derzeitige Situation sei sehr schwierig. Gleichzeitig sprach er im Interview mit dem Kölner Domradio denjenigen christlichen Gläubigen Respekt aus, die im Heiligen Land blieben.

Angesichts des aktuellen Krieges im Nahen Osten gerieten die Christen vor Ort laut Kopp zwischen alle Fronten. Somit sei die drohende Abwanderung der Christen nur verständlich. Es könne zu einem langsamen „Christen-Exodus" kommen. Die Situation sei wegen der häufigen Luftangriffe, die die Menschen in Schutzräume zwingen, sehr belastend. Umso mehr bewundere er diejenigen Gläubigen, die trotzdem im Land blieben.

Gefahr für christliche Stätten

Zudem bestehe auch eine erhöhte Gefahr für christliche Stätten. Zwar richteten sich gegen die Jerusalemer Altstadt keine gezielten Angriffe, trotzdem gebe es immer wieder Blindgänger, so Kopp. Weitaus gefährdeter seien jedoch die religiösen Orte im Norden des Landes wie Tabgha oder Nazareth. Diese befänden sich in einem Gebiet, das häufig von Raketen getroffen würde.

Das Pilgerwesen im Heiligen Land, das nach dem Friedensschluss zwischen der Hamas und der israelischen Regierung auf einen Neustart hoffte, müsse erneut Monate warten, um sich zu reaktivieren. Kopp betonte, dass nur ein baldiger Waffenstillstand die Grundsicherung der Bevölkerung gewährleisten könnte und schloss sich damit dem Appell des Papstes an, der wiederholt Frieden für den Nahen Osten forderte.

(kap – cf)

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25. März 2026, 10:39