Suche

Ein Missbrauchsopfer demonstriert vor dem Kölner Dom Ein Missbrauchsopfer demonstriert vor dem Kölner Dom 

D: Über 93 Millionen Euro für Missbrauchsopfer genehmigt

Die Unabhängige Kommission für Anerkennungsleistungen hat am Donnerstag ihren Jahresbericht für 2025 vorgestellt. Er enthält alle Zahlen für das vergangene Berichtsjahr und zeigt zudem die Entwicklung der Antragszahlen seit der Gründung der Kommission im Jahr 2021 auf.

Die Unabhängige Kommission für Anerkennungsleistungen (UKA) zahlte Betroffenen von sexuellem Missbrauch seit Anfang 2021 bis Ende 2025 mehr als 93 Millionen Euro. Allein im vergangenen Jahr betrug die Summe im Bereich der sogenannten Erst- und Folgeanträge rund 7,7 Millionen Euro. Das ging aus dem an diesem Donnerstag in Bonn vorgestellten Jahresbericht der UKA hervor. Die Zahl der eingereichten Anträge ging dabei erneut zurück und erreicht mit 186 Anträgen ihren bisherigen Tiefststand.

Die UKA wurde am 1. Januar 2021 gegründet. Sie hat die Aufgabe, darüber zu entscheiden, wie viel Geld Missbrauchsopfer in der katholischen Kirche in Anerkennung des ihnen zugefügten Leids erhalten. Dem Verfahren liegt eine von der deutschen Bischofskonferenz beschlossene Ordnung zugrunde. Die interdisziplinäre Expertenkommission orientiert sich in der Zuteilung von Schmerzensgeld an Urteilen staatlicher Gerichte, eine Höchstgrenze gibt es allerdings nicht.

(kna – cf)

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

12. März 2026, 11:27