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Kölner Weltkirche-Delegation: Beeindruckt über persönliche Worte von Leo XIV.

20 Teilnehmer umfasste die Delegation aus dem Erzbistum Köln, die dieser Tage in Rom unterwegs ist. Thomas Frings ist für den Kontakt mit dem Judentum und Abrahamitische Religionen zuständig, Hannah Aksungur Sachbearbeiterin für Lateinamerika und Westafrika. Wir fragten sie, wie sie die Papstaudienz erlebt haben.

„Es war eine große Ehre, dass der Papst uns empfangen hat und dass er auch wirklich gut informiert über das war, was im Erzbistum Köln zum Thema Weltkirche und Dialog läuft. Er hat auch zum Ausdruck gebracht, dass er weiß, was dort passiert - was schon bemerkenswert ist bei all den Dingen, die er so auf dem Schirm und auf dem Zettel hat“, meint Thomas Frings.

Der Papst hat in einem persönlichen Einschub während seiner Ansprache auch ganz konkret an die Arbeit im Erzbistum erinnert…

„Ja, das war besonders beeindruckend, dass er da einen konkreten persönlichen Bezug hatte. Durch seine Arbeit in einer Diözese, der wir tatsächlich finanzielle Unterstützung für Sauerstoffgeräte zukommen haben lassen. Das hat er auch betont, dass sie tatsächlich Leben gerettet haben oder nach wie vor Leben retten. Und genau diese persönliche Beziehung, die er dann zu uns auch als Diözesanstelle Weltkirche hat und zu der weltkirchlichen Zusammenarbeit, die aus Köln heraus kommt, war tatsächlich besonders beeindruckend“, freut sich Hannah Aksungur.

Weltkirche und Dialog aus dem Erzbistum Köln beim Papst
Weltkirche und Dialog aus dem Erzbistum Köln beim Papst   (@VATICAN MEDIA)

„Es war eine große Ehre, dass der Papst uns empfangen hat und dass er auch wirklich gut informiert über das war, was im Erzbistum Köln zum Thema Weltkirche und Dialog läuft“

50 Jahre Weltkirche in Köln

Auf ganze 50 Jahre Tätigkeit blickt die Diözesanstelle mittlerweile zurück, sie entstand im Kontext des Zweiten Vatikanischen Konzils und den dadurch angestoßenen Erneuerungsinitiativen, während auch die Beschlüsse der Würzburger Synode bei der zunehmenden Verzahnung und Professionalisierung von Entwicklungs- und missionarischer Arbeit eine Rolle spielten.  

„Das ganze Engagement innerhalb dieses Zeitraums und dass wir das zukünftig auch noch weiter machen dürfen, weil es eine wichtige Aufgabe ist und mit Hilfe aus Köln ganz viel passiert“, das sei für sie eine besondere Errungenschaft, betont Hannah Aksungur stolz.

Die Delegation hatte im Rahmen ihres Romaufenthaltes auch Termine bei verschiedenen Dikasterien, wo die Mitarbeiter über die Arbeit und Schwerpunkte der Diözesanstelle berichten und Impulse aus dem Vatikan erhalten konnten. Ein fruchtbarer Austausch, meint Thomas Frings.

Die Delegation der Diözesanstelle „Weltkirche & Dialog“ aus dem Erzbistum Köln im Vatikan
Die Delegation der Diözesanstelle „Weltkirche & Dialog“ aus dem Erzbistum Köln im Vatikan   (© Diözesanstelle „Weltkirche & Dialog“ Erzbistum Köln)

„Macht einfach Mut, weiter zu machen“

„Wir waren zunächst im Dikasterium für den interreligiösen Dialog, was auch konkret meinen Arbeitsbereich betrifft. Und das war sehr stärkend, noch mal eine andere Perspektive auf den interreligiösen Dialog als die einer deutschen Diözese zu haben und den weltweiten Charakter erleben. Dass dort eben auch andere Fragen mit anderen Gruppen eine viel größere und neue Rolle spielen, als das bisher zumindest bei uns im Kern dessen ist, was wir so betrachten und was wir so denken. Das macht einfach Mut, weiter zu machen.“

Blick auf Kamerun

Mit dabei war auch Laura Tinzoh. Sie ist Referentin für den Internationalen Freiwilligendienst und stammt aus Kamerun, konkret aus Bamenda, der Stadt, die Papst Leo im Rahmen seiner Reise besucht hat und in der er ein flammendes Plädoyer für Versöhnung und Frieden gehalten hat.

„Und ich hatte die Hoffnung, dass er vielleicht ein paar Worte zu mir dazu sagt. Hat er zwar nicht, aber bei unseren folgenden Gesprächen hat sich m Dikasterium für interreligiösen Dialog, dessen Präfekt Kardinal Koovakad auch mit auf der Reise war. Er hat sich dazu geäußert, und das war eine sehr, sehr schöne Bereicherung auch für mich.“

Hier ein paar Eindrücke aus der Unterhaltung

Keine Selbstverständlichkeit

Sehr begeistert zeigte sich im Anschluss an die Audienz auch Nadim Ammann, Leiter der Diözesanstelle Weltkirche:

„Diese Papstaudienz ist für uns alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Es ist ja eigentlich ein Segen in dem Jahr, in dem wir das 50. Jahr des weltkirchlichen Engagements der Erzdiözese Köln feiern. Wir sind ja stellvertretend hier, denn es ist nicht so, dass der Erzbischof oder ich als Bereichsleiter geehrt werden, sondern es geht insgesamt um das weltkirchliche Engagement. Und die Audienz ist eine Wertschätzung dessen, was wir alltäglich machen. Wir erleben so viel, wir sind schon durch die Begegnungen, die wir in unserer Arbeit täglich erleben, gesegnet. Aber das war jetzt wirklich ein ganz, ganz besonderer Moment, den wir alles andere als selbstverständlich erachten, sondern wirklich auch als neue Motivation empfinden.“

„Die Audienz ist eine Wertschätzung dessen, was wir alltäglich machen“

Der Kölner Weihbischof Rolf Steinhäuser leitete die Delegation in Rom. Er war besonders beeindruckt davon, dass Papst Leo die weltkirchliche Arbeit im Erzbistum Köln offenbar recht gut kennt….

„Es war für uns natürlich eine große Ehre, vom Heiligen Vater empfangen zu werden, dass er sich Zeit für uns genommen hat. Und was uns natürlich besonders gefreut hat: Er kannte unsere Arbeit, weil er in dem peruanischen Bistum, in dem er Bischof war, auch mit unseren Unterstützungs- und Hilfeleistungen gearbeitet hat und sich darüber sehr gefreut hat. Und das erleben wir an vielen Orten, dass Leute sagen: Ja, ihr Kölner, ihr macht da eine ganze Menge.

„Wir kämpfen auch dafür, dass dieses Engagement trotz Finanzknappheit nicht reduziert wird“

Da sind wir ein klein bisschen stolz drauf, wie Sie sich denken können. Und wir kämpfen auch dafür, dass dieses Engagement trotz Finanzknappheit nicht reduziert wird, denn wir wollen auf jeden Fall in gleichem Ausmaß weltkirchlich unseren Einsatz bringen.“

Mit den Teilnehmern sprach im Anschluss an die Papstaudienz und einige Termine im Vatikan Christine Seuss.

(vatican news)

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30. April 2026, 15:57