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Menschen trauern vor der Gedenkstätte für die Opfer des CSD-Anschlages in Berlin. Menschen trauern vor der Gedenkstätte für die Opfer des CSD-Anschlages in Berlin. 

D: Nach CSD-Attentat wollen Muslime Zeichen für Frieden setzen

Unter dem Motto „Muslime für Frieden – Gemeinsam gegen Extremismus“ lädt die Khadija Moschee Berlin zu drei öffentlichen Dialogaktionen und einem offenen Freitagsgebet zum Thema Islamismus ein. Dies teilt der Islamverband Ahmadiyya Muslim Jamaat Berlin in einer Pressemitteilung an diesem Dienstag mit. Mit den Aktionen reagiert die muslimische Gemeinde auf den an diesem Samstag verübten CSD-Anschlag in Berlin.

Um auf die Veranstaltungsreihe aufmerksam zu machen, gehen die Mitglieder der muslimischen Gemeinde mit Plakaten direkt auf die Menschen zu. Mit den drei öffentlichen Dialogaktionen möchte die Khadija Moschee Berlin ein Zeichen gegen den fanatischen Islamismus setzten. Die Berlinerinnen und Berliner sind eingeladen Fragen zu stellen, Sorgen anzusprechen und mit Muslimen ins Gespräch zu kommen.

Scharjil Khalid, Imam und Sprecher der Ahmadiyya Muslim Jamaat Berlin-Brandenburg, sagt in der Pressemitteilung: „Dass der Islam für diese entsetzliche Tat instrumentalisiert worden sein soll, erfüllt uns mit doppelter Trauer. Umso wichtiger ist es jetzt, dem Extremismus entschieden entgegenzutreten und Extremisten nicht die Deutungshoheit über den Islam zu überlassen. Mit unseren Dialogaktionen möchten wir deutlich machen, dass zwischen extremistischen Tätern und der friedlichen Lehre des Islam unterschieden werden muss.“

Freitagsgebet am 31. Juli

Zusätzlich zu den drei Dialogaktionen zwischen dem 01. August und 15.August lädt die Moschee am 31. Juli zum Freitagsgebet ein. Die Predigt soll unter dem thematischen Schwerpunkt Islamismus und die Verantwortung muslimischer Gemeinschaften im Umgang mit Extremismus stehen.

Ahmadiyya Muslim Jamaat ist der älteste und drittgrößte Islamverband Deutschlands. In der Pressemitteilung verweist er darauf, dass die Ahmadiyya Gemeinschaft zu den weltweit am stärksten von Islamisten verfolgten muslimischen Gemeinschaften gehöre und etliche ihrer Mitglieder selbst vor religiösen Extremismus nach Deutschland geflohen seien. „Gerade deshalb möchte die Gemeinde ihre Erfahrungen in den gesellschaftlichen Dialog einbringen und einen authentischen Beitrag zur Aufklärung über Islamismus leisten.“

(ahmadiyya muslim jamaat - sc)

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28. Juli 2026, 11:58