D: Magdeburger Bischof warnt vor AfD-Regierungsbeteiligung
Bischof Feige verwies darauf, dass die Positionen der Partei in Teilen menschen- und demokratfeindliche Züge aufweisen. Aus eigenen Erfahrungen bei Gemeindevisitationen und Gesprächen berichtet der Bischof von Polarisierungen, die teils bis in Familien und Freundeskreise reichen. Ein sachlicher Dialog mit überzeugten Parteianhängern gestalte sich in der Praxis oft schwierig, da Argumente gegenüber Stimmungen und vereinfachten Parolen in den Hintergrund träten.
In Bezug auf führende Köpfe der Landes-AfD erinnerte Feige an frühere Kontakte mit dem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund, deren Positionen bereits damals nicht vereinbar gewesen seien. Den Abgeordneten Hans-Thomas Tillschneider ordnete er als Ideologen ein.
Auf die Frage nach möglichen persönlichen Konsequenzen im Falle eines Machtwechsels verwies der Bischof auf die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik. Seine persönliche Haltung führte er unter anderem auf Prägungen aus der DDR-Zeit zurück. Für die Zukunft des Bundeslandes sprach sich Feige für den Erhalt von Toleranz, Weltoffenheit und den Schutz der demokratischen Kultur aus.
(domradio - mg)
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