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Gerhard Feige, Bischof von Magdeburg Gerhard Feige, Bischof von Magdeburg 

D: Magdeburger Bischof warnt vor AfD-Regierungsbeteiligung

Der Bischof des Bistums Magdeburg, Gerhard Feige, hat sich im Vorfeld der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt für eine Positionierung gegen die AfD ausgesprochen. Im Rahmen der kirchlichen Initiative „BEWUSST WÄHLEN“ sucht das Bistum gemeinsam mit Verbänden wie der Caritas und der Schulträgerschaft den Diskurs mit Gemeindemitgliedern und der Öffentlichkeit, um über die politischen Entwicklungen im Land zu informieren.

Bischof Feige verwies darauf, dass die Positionen der Partei in Teilen menschen- und demokratfeindliche Züge aufweisen. Aus eigenen Erfahrungen bei Gemeindevisitationen und Gesprächen berichtet der Bischof von Polarisierungen, die teils bis in Familien und Freundeskreise reichen. Ein sachlicher Dialog mit überzeugten Parteianhängern gestalte sich in der Praxis oft schwierig, da Argumente gegenüber Stimmungen und vereinfachten Parolen in den Hintergrund träten.

Hier hören Sie das Interview des Kölner Domradios mit Bischof Gerhard Feige. Die Fragen stellt Hilde Regeniter.

In Bezug auf führende Köpfe der Landes-AfD erinnerte Feige an frühere Kontakte mit dem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund, deren Positionen bereits damals nicht vereinbar gewesen seien. Den Abgeordneten Hans-Thomas Tillschneider ordnete er als Ideologen ein.

Auf die Frage nach möglichen persönlichen Konsequenzen im Falle eines Machtwechsels verwies der Bischof auf die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik. Seine persönliche Haltung führte er unter anderem auf Prägungen aus der DDR-Zeit zurück. Für die Zukunft des Bundeslandes sprach sich Feige für den Erhalt von Toleranz, Weltoffenheit und den Schutz der demokratischen Kultur aus.

(domradio - mg)

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13. August 2026, 10:47