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Schweiz: Caritas lehnt Revision des Kriegsmaterialgesetzes ab

Caritas Schweiz hat sich gegen die vom Parlament in der Wintersession 2025 beschlossene Revision des Kriegsmaterialgesetzes ausgesprochen und ihre Unterstützung für das dagegen ergriffene Referendum angekündigt. Nach Einschätzung des Hilfswerks erleichtert die Gesetzesänderung den Export sowie die Weitergabe von Rüstungsgütern und erhöht das Risiko, dass Schweizer Kriegsmaterial in bewaffneten Konflikten oder unter Unrechtsregimen zum Einsatz kommt.

Kritisiert wird insbesondere die Aufweichung der bisherigen Nicht-Wiederausfuhr-Erklärung. Während Käuferstaaten bislang verpflichtet waren, Schweizer Waffen nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Bundes an Drittländer weiterzugeben, sieht die Revision eine grundsätzliche Erlaubnis zur Wiederausfuhr vor. Das verbleibende Vetorecht des Bundesrates (Regierung) stellt aus Sicht von Caritas Schweiz keine ausreichende gesetzliche Kontrolle dar.

Die Präsidentin von Caritas Schweiz, Monika Maire-Hefti, erklärte, die Überarbeitung stelle wirtschaftliche Interessen der Rüstungsindustrie über den Schutz der Zivilbevölkerung. Angesichts einer weltweit hohen Zahl bewaffneter Konflikte und der Zerstörung ziviler Infrastruktur trage die Verhinderung von Waffenexporten in Krisengebiete maßgeblich zum Schutz von Menschenleben bei. Zudem beeinträchtige die Gesetzgebungsänderung die Glaubwürdigkeit der Schweiz in der internationalen Friedensförderung.

(caritas schweiz - mg)

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05. August 2026, 13:02