Papst ruft Unternehmer zu Verantwortung für Mensch und Schöpfung
In einer Zeit tiefer Veränderungen und „weit verbreiteter sozialer Fragilität“ bleibe der Beitrag des christlichen Glaubens wesentlich, heißt es in dem Schreiben auf Französisch, das Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichnete. Wenn der Glaube „in der Welt der Wirtschaft und des Unternehmens“ gelebt werde, entstehe „Verantwortung, Kreativität und Achtung der menschlichen Würde“, so Leo XIV.
Arbeit, Frieden, soziale Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung stünden in engem Zusammenhang. Sie verlangten einen Blick, der ihre Einheit erkenne und Entscheidungen ermögliche, die „wirklich menschlich“ seien. Vor diesem Hintergrund zeichnet der Papst das Profil einer „christlichen Führungskraft“, die zwar in den „legitimen Dynamiken des Marktes“ handle, aber nicht die „bloße Suche nach Profit“ oder die reine „Verwaltung von Ressourcen“ zum Ziel habe. Wirtschaftliche Entwicklung müsse als „Gemeinschaft von Personen, die gemeinsam wachsen sollen“, verstanden werden.
Der Papst erinnert an die Sozialenzyklika Rerum novarum („Über die neuen Dinge“) von Papst Leo XIII. Sie habe Unternehmer aufgefordert, die Würde jedes Arbeiters zu achten und die Schwächsten zu schützen. Die gesellschaftliche Rolle des Unternehmens dürfe daher nicht nur „in wirtschaftlichen Begriffen“ als Instrument „der Produktion oder der Anhäufung“ gesehen werden. Entscheidend bleibe die Fähigkeit, „das Menschliche zu fördern“, gesellschaftliche Bindungen zu stärken und „die Schöpfung zu achten“.
Ein besonderes Augenmerk legt Leo XIV. auf junge Menschen im Arbeitsmarkt. Eine vom Glauben genährte Wirtschaft gebe ihnen „Vertrauen“ und eröffne „Chancen“ sowie „stabile Arbeitsplätze“. Dies sei ein Akt „der Verantwortung und der Hoffnung“, der „Ausgrenzung und Marginalisierung“ vorbeuge. Christliche Führungskräfte sollten daher Effizienz und Menschlichkeit verbinden und Jugendlichen Wege der Bildung, des Wachstums und verantwortlicher Beteiligung eröffnen.
(vatican news – gs)
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