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Papst trifft in Yaoundé Muslime

Es stand nicht im offiziellen Reiseprogramm des Papstes, wurde aber vom Vatikan auf Telegram bestätigt: Leo XIV. hat in Kameruns Hauptstadt zwölf Vertreter der muslimischen Gemeinschaft getroffen.

Einige der Teilnehmer an dem Treffen, das am Donnerstagabend in der Nuntiatur von Yaoundé stattfand, waren dem Papst schon im Dezember letzten Jahres bei einer Audienz in Rom begegnet. Katholiken und Muslime in Kamerun unterhalten gemeinsam eine Reihe sozialer Projekte für die arme Bevölkerung. Der Papst grüßte jeden der Anwesenden und hörte sich anschließend einige Dankesworte an; diese bezogen sich nicht nur auf das gemeinsame soziale Engagement der religiösen Gruppen in Kamerun, sondern auch auf die Friedensbotschaft, die Leo in Bamenda lanciert hat.

Die Schönheit der Geschwisterlichkeit auch den Skeptikern vermitteln

Papst Leo bedankte sich in einer kurzen Ansprache dafür, dass er auch von Nichtkatholiken in Kamerun mit offenen Armen aufgenommen worden sei. Dass es zwischen den Anhängern verschiedener Religionen manchmal zu Streit und Spaltungen komme, mache es umso dringlicher, „weiter vom allseitigen Wunsch nach Frieden zu sprechen“.

  (@Vatican Media)

 

Er meine damit „keinen Frieden der Gleichgültigkeit, keinen Frieden, der den Reichtum der Unterschiede leugnet, sondern einen Frieden, der entsteht, wenn wir uns alle als Brüder und Schwestern anerkennen, als Geschöpfe des Einen, und alle dazu aufgerufen, die Würde aller Menschen zu respektieren“. Er sehe dafür in Kamerun ein großes Potential. Der Papst rief seine Gäste dazu auf, auch all jenen, die sie jetzt noch nicht verstehen, die Botschaft von der Schönheit der Geschwisterlichkeit zu bringen, was nach seinem Dafürhalten für ganz Kamerun von hohem Nutzen wäre.

Das vatikanische Presseamt teilte bei derselben Gelegenheit mit, dass Leo XIV. bereits am Mittwochabend die katholischen Bischöfe Kameruns getroffen hat. Dabei habe er vom großen Wert der Gemeinschaft gesprochen. Die Kirche solle es sich aneignen und mit einer Welt teilen, die von Konflikten und Polarisierung zerrissen werde. Der Papst lobte nach Vatikanangaben die zahlreichen geistlichen Berufungen in Kamerun; allerdings ergebe sich daraus auch eine Herausforderung. Priesteramts-Anwärter müssten in jeder Hinsicht gut ausgebildet werden und ihr Amt vor allem als Dienst an anderen verstehen. Der Papst ging auch auf einige Fragen von Bischöfen ein, doch dazu teilte der Vatikan weiter nichts mit.

(vatican news – sk)

  (@Vatican Media)

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16. April 2026, 20:57