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Papst Leo an diesem Samstag Papst Leo an diesem Samstag  (@Vatican Media)

Papst ruft Italiens Kirche zu Engagement und Sorgfalt auf

Papst Leo hat Italiens Kirche dazu angehalten, Pflichten nachzukommen und proaktiv auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren. Bei einer Audienz für Mitarbeitende der Italienischen Bischofskonferenz (CEI) erinnerte er daran, wie wichtig Sorgfalt und Hingabe, Geduld und Dienst sind, um das Evangelium in allen Bereichen zu leben.

Gemeinsam mit Vertretern der Bischofkonferenz (CEI), darunter dem Vorsitzenden Matteo Zuppi, waren Angestellte der CEI gemeinsam mit Familienangehörigen zum Papst in den Vatikan gekommen. Leo XIV. dankte seinen Gästen für ihren „wertvollen Dienst“ und ihren Einsatz auf „allen Ebenen, „von der prominentesten bis zur verborgensten“.

„Ein sorgfältig verfolgter Fall, ein gut vorbereites Treffen..."

Zugleich betonte der Papst in seiner Rede die Notwendigkeit, dieses „sensible“ Engagement im Sinne des Evangeliums zu verwirklichen. Es sei wichtig, dass „jeder Einzelne seinen Pflichten treu nachkommt, selbst den alltäglichsten“, so Leo XIV., und er zählte konkrete Beispiele auf:

„Ein sorgfältig verfolgter Fall, ein gut vorbereitetes Treffen, die Geduld in einer ausführlichen Zuhörrunde, die Hingabe bei der Beantwortung einer Anfrage, die Ordnung und sogar die Pflege der Räumlichkeiten selbst. Das sind einfache Dinge, aber sie dienen dem Wohl aller und sind vor Gott von großer Bedeutung. Im Leben der Kirche ist nichts unbedeutend, wenn es mit Glauben, Liebe und im Geist der Gemeinschaft getan wird.“

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Proaktiv sein und Dahinterstehen

Wesentlich bei diesem Einsatz seien Dienstcharakter, Identifikation und Mission, führte der Papst aus. Die verschiedenen Ämter im Bereich der italienischen Kirche seien „keine Selbstzwecke, sondern Werkzeuge, mit denen Sie die Bischöfe und Kirchen in Italien unterstützen und dafür sorgen, dass die Gemeinschaft gefestigt bleibt und das kirchliche Gefüge eng“, schärfte er ein.

Dies sei mit „großer Verantwortung“ und „Dienst am Nächsten“ verbunden. Selbst bei technischen, administrativen oder organisatorischen Tätigkeiten gehe es um kirchliche Mission, darum, das Evangelium in allen Beziehungen, Kommunikations- und Arbeitsweisen auszudrücken, erinnerte der Papst. Wichtig seien dabei aktive Teilnahme, Demut, Einheit und ein Gefühl der Zugehörigkeit, fuhr Leo XIV. fort.

„Der Braut Christi kann nicht als Zuschauerin gedient werden, sondern nur durch die Liebe derer, die wissen, dass sie zu ihr gehören, in einem Band des Glaubens und der Gemeinschaft.“

„In der Kirche bedeutet Dienen nicht einfach nur die Erfüllung einer Funktion, sondern die aktive Teilnahme als Glieder am Leben eines Leibes, dessen Haupt der Herr ist. Im Mittelpunkt stehen daher niemals wir, unsere Büros oder unsere Programme, sondern Er, und jede Tätigkeit findet Sinn, wenn sie, selbst auf bescheidene und unauffällige Weise, zur Begegnung und Vereinigung mit Ihm beiträgt.“

Kirche muss Antworten geben

Die Gegenwart sei durch „tiefgreifende Veränderungen“ geprägt, fuhr der Papst fort – „in der Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Kommunikation, im gesellschaftlichen Leben, in der Glaubensweitergabe - auch in Italien“. Angesichts dieser Herausforderungen dürfe die Kirche nicht den Kopf in den Sand stecken, so der Papst, der alle CEI-Mitarbeiter zu einem erneuerten Einsatz aufrief:

„In diesem Kontext ruft uns der Herr auf, uns nicht zurückzuziehen und keine Angst zu haben, sondern uns großzügig hinzugeben, damit das Evangelium jeden Menschen heute mit seinen Kämpfen, Fragen und Hoffnungen erreicht und erleuchtet (vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et Spes, 1), damit alle ,gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen‘ (1 Tim 2,4).“

Eine der Herausforderungen in Italiens Kirche ist etwa die Aufarbeitung und Prävention von Missbruachsfällen, der sich die Bischofskonferenz in der letzten Zeit verstärkt annimmt. Papst Leo hatte sich vor zwei Wochen per Brief an italienische Safeguarding-Beauftragte der italienischen Bischofskonferenz gewandt und diese zum Einsatz für Betroffene ermutigt. Auf den Schmerz Überlebender müsse mit „echter Fürsorge“ reagiert werden.

(vatican news - pr)

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02. Mai 2026, 13:27