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Papst Leo XIV. beim Regina Caeli am Pfingstsonntag Papst Leo XIV. beim Regina Caeli am Pfingstsonntag  (@Vatican Media)

Papst Leo: Bitte um Gebete für Kirche in China und Nahost

Papst Leo XIV. hat nach seinem Mittagsgebet am Pfingstsonntag auf dem Petersplatz zu Gebeten für die Katholiken in China sowie für Opfer eines Bergwerksunglücks in China aufgerufen. Außerdem bat das katholische Kirchenoberhaupt vor rund 30.000 Leuten auf dem Platz um Gebete für die Christen, die unter dem Krieg im Heiligen Land, im Libanon und im ganzen Nahen Osten leiden.

Stefanie Stahlhofen - Vatikanstadt

Papst Benedikt XVI. hatte in einem Brief an die Katholiken in China im Jahr 2007 dazu aufgerufen, den 24. Mai als Tag des Gebetes für die Kirche in China weltweit zu begehen. Der 24. Mai ist der liturgische Gedenktag der Allerseligsten Jungfrau Maria, die von den Gläubigen in China im Marienheiligtum von She-Shan in Shanghai verehrt wird. Das Gebet soll die Einheit der Kirche in China und ihre Verbundenheit mit der Universalkirche stärken und sichtbar machen. Der Heilige Stuhl und die Volksrepublik China unterhalten seit Jahrzehnten keine diplomatischen Beziehungen. Doch besteht zwischen beiden Seiten seit 2018 ein vertrauliches, vorläufiges Abkommen, das die Ernennung von Bischöfen regelt.

Papst Leo XIV. erinnerte nach dem Regina-Caeli-Gebet an den Gebetstag für die Kirche in China mit den Worten: 

Zum Hören: Papst Leo XIV. bittet um Gebete für Kirche in China und Nahost (Audio-Beitrag von Radio Vatikan)

Gebetstag für China

„Vereinen wir unser Gebet mit dem der chinesischen Katholiken als Zeichen unserer Zuneigung zu ihnen und ihrer Gemeinschaft mit der Weltkirche und dem Nachfolger Petri“

„Vereinen wir unser Gebet mit dem der chinesischen Katholiken als Zeichen unserer Zuneigung zu ihnen und ihrer Gemeinschaft mit der Weltkirche und dem Nachfolger Petri. Die Fürsprache der Königin des Himmels erwirke der gläubigen Gemeinschaft in China die Gnade der Einheit und schenke allen die Kraft, das Evangelium in den Mühen des Alltags zu bezeugen, um Samen der Hoffnung und des Friedens zu sein."

„Die Fürsprache der Königin des Himmels erwirke der gläubigen Gemeinschaft in China die Gnade der Einheit und schenke allen die Kraft, das Evangelium in den Mühen des Alltags zu bezeugen, um Samen der Hoffnung und des Friedens zu sein“

Gebet für Opfer in Kohlebergwerk

Papst Leo rief zudem zu Gebeten für die Opfer einer Explosion in einem Kohlebergwerk in der chinesischen Provinz Shanxi auf, bei der am Freitagabend mindestens 90 Leute ums Leben kamen.

Einsatzkräfte nach dem Unglück in Shanxi
Einsatzkräfte nach dem Unglück in Shanxi

„Insbesondere erbitte ich den ewigen Frieden für die Opfer des Unglücks, das sich in den vergangenen Tagen in einem Bergwerk im Norden Chinas ereignet hat“

„Insbesondere erbitte ich den ewigen Frieden für die Opfer des Unglücks, das sich in den vergangenen Tagen in einem Bergwerk im Norden Chinas ereignet hat".

Gebet für die Christen im Heiligen Land

Papst Leo XIV. wandte sich zudem mit Blick auf den Krieg im Nahen Osten an die Muttergottes und vertraute ihr „die christlichen Gemeinschaften im Heiligen Land, im Libanon und im gesamten Nahen Osten an, die aufgrund des Kriegs leiden."

Wie üblich grüßte Papst Leo XIV. auch alle Pilger, die zu seinem Mittagsgebet auf demPetersplatz versammelt waren. Besonders erwähnte er eine Gruppe von Menschen mit Behinderung aus Polen und eine Rad-Pilgergruppe aus Belgien: „Glückwunsch! Euch allen wünsche ich einen frohen Pfingstsonntag."

(vatican news - sst) 

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24. Mai 2026, 12:23

Was ist das Regina Caeli?

Das Regina Caeli (oder Regina Coeli) ist eine der vier marianischen Antiphonen im Stundengebet der Kirche (die drei anderen sind: das Alma Redemptoris Mater, das Ave Regina Caelorum und das Salve Regina).

Papst Benedikt XIV. verfügte 1742, dass das Regina Caeli in der Osterzeit – also zwischen der Feier der Auferstehung am Ostersonntag und dem Pfingsttag – anstelle des „Engel des Herrn“ gebetet werden solle, und zwar stehend, zum Zeichen des Sieges über den Tod.

Wie der  „Engel des Herrn“ wird das Regina Caeli morgens, mittags und abends gebetet, um den Tag Gott und Maria zu weihen.

Einer frommen Tradition zufolge geht diese antike Antiphon auf das 6. oder 10. Jahrhundert zurück; ab der ersten Hälfte des 13. Jahrhundert konnte sie ins Franziskanerbrevier einfließen. Sie besteht aus vier kurzen Versen, die jeweils mit dem Halleluja abschließen. Das Regina Caeli ist das Gebet der Gläubigen, die sich mit Maria, Königin des Himmels, über die Auferstehung Jesu freuen.

Am 6. April 2015, dem Montag nach Ostern, hat Papst Franziskus den Gläubigen beim Beten des Regina Caeli ans Herz gelegt, mit welcher inneren Gesinnung dieses Gebet gebetet werden soll:  

„… wenden wir uns an Maria und laden sie ein, sich zu freuen, weil er, den sie im Schoß getragen hat, auferstanden ist, wie er verheißen hatte, und empfehlen uns ihrer Fürsprache. Tatsächlich ist unsere Freude ein Abglanz der Freude Mariens, da sie es ist, die voll Glauben die Geschehnisse Jesu bewahrt hat und noch immer bewahrt. Wir wollen also dieses Gebet mit der inneren Ergriffenheit der Kinder beten, die glücklich sind, weil ihre Mutter glücklich ist.“

Gebet des Angelus / Regina Caeli mit Papst

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