Papst wirbt zu Pfingsten für gastfreundliche Kirche und Frieden
Stefanie Stahlhofen - Vatikanstadt
In seiner Katechese vor dem Regina Caeli lud Papst Leo XIV. dazu ein, sich genauer mit dem Bild des Heiligen Geistes zu befassen, das das Johannesevangelium (Joh 20,19) und die Apostelgeschichte (vgl. Apg 2,2) bieten, wenn sie über den Heiligen Geist als Türoffner berichten. „Auch heute können wir uns fragen: Welche Türen öffnet der Heilige Geist?", sagte das katholische Kirchenoberhaupt allen, die sein Mittagsgebet zu Pfingsten verfolgten. Der Papst ging dann auf vier Türen genauer ein, die es mit Hilfe des Heiligen Geists zu öffnen gelte.
Zuerst die Tür zu Gott, um „eine persönliche Erfahrung mit Gott zu machen, ihm in Jesus zu begegnen und nicht bloß im Befolgen eines Gesetzes, ihn in uns zu erkennen und die Zeichen seiner Gegenwart im täglichen Leben zu entdecken." Außerdem rief Papst Leo die Kirche auf, keine „Gefangene der Angst, furchtsam gegenüber den Herausforderungen der Welt, in sich selbst verschlossen und daher auch unfähig, in einen Dialog mit den sich wandelnden Zeiten zu treten", zu sein: „Der Heilige Geist öffnet die Türen der Kirche, damit sie allen gegenüber offen und gastfreundlich sei, auch denen gegenüber, die ihre Türen für Gott, für andere, für die Hoffnung und für die Lebensfreude verschlossen haben", führte der Papst in Erinnerung an seinen Vorgänger im Amt, Papst Franziskus, aus.
Die Türen der Herzen öffnen
Als dritte Tür, die mit Hilfe des Heiligen Geistes zu öffnen sei, nannte Papst Leo die Türen der Herzen. Es gelte, „Widerstände, Egoismus, Misstrauen und Vorurteile zu überwinden", und „als Kinder Gottes und untereinander als Geschwister zu leben." Denn:
„Wo der Geist des Herrn ist, dort entsteht Geschwisterlichkeit zwischen den Menschen, den Gruppen und den Völkern der Erde, und alle sprechen die einzige Sprache der Liebe, die die Verschiedenheiten vereint und in Einklang bringt."
Auch in der heutigen Zeit und besonders an Pfingsten gelte es, den Heiligen Geist um Hilfe bei diesen Anliegen zu bitten, und noch verschlossenen Türen zu öffnen, betonte Papst Leo bei seinem Mittagsgebet zu Pfingsten.
(vatican news - sst)
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