Papst Leo XIV. empfängt die isländische Präsidentin zu Gesprächen
Mario Galgano - Vatikanstadt
Im Rahmen der Gespräche im Staatssekretariat wurde die Qualität der bilateralen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Island hervorgehoben. Ein zentraler Punkt der Unterhaltung war der Beitrag der lokalen katholischen Kirche zum Gemeinwohl der isländischen Gesellschaft. Dabei fand insbesondere das Engagement der Kirche für die jungen Generationen Anerkennung, teilte der Vatikan im Anschluss mit.
Dialog und Frieden
Im weiteren Verlauf des Austauschs befassten sich die Gesprächspartner mit Themen von regionaler und internationaler Tragweite. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Erörterung aktueller Konfliktsituationen. Beide Seiten unterstrichen die Notwendigkeit des kontinuierlichen Dialogs als Instrument zur Bewältigung von Krisen und erörterten konkrete Perspektiven für die Sicherung des Weltfriedens.
Klein aber stark expandierend
Die katholische Kirche in Island stellt innerhalb der religiösen Landschaft des Landes eine kleine, aber historisch gewachsene und derzeit stark expandierende Gemeinschaft dar. Während das Land jahrhundertelang fast ausschließlich protestantisch geprägt war, ist heute eine große Dynamik innerhalb der katholischen Gemeinde in Island zu beobachten, so etwa im Bistum Reykjavík.
Island besteht kirchenrechtlich aus einer einzigen Diözese, dem Bistum Reykjavík, das unmittelbar dem Heiligen Stuhl unterstellt ist. Die pastorale Arbeit in Island unterscheidet sich grundlegend von der in Mitteleuropa: Die wenigen Priester und Ordensleute müssen riesige Entfernungen überbrücken, oft unter schwierigen klimatischen Bedingungen. Da es nur wenige katholische Kirchengebäude gibt, feiern katholische Gemeinden ihre Messen häufig als Gäste in Gebäuden der lutherischen Staatskirche.
(vatican news)
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