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Diplomatischer Austausch im Vatikan: US-Außenminister Rubio beim Papst

An diesem Donnerstagmorgen kam es im Apostolischen Palast zu dem angekündigten hochrangigen diplomatischen Treffen: Papst Leo XIV. empfing den Außenminister der Vereinigten Staaten von Amerika, Marco Rubio, zu einer Privataudienz. Unter den behandelten Themen der Nahe Osten und Iran, ebenso wie die angespannte Lage in Kuba.

Mario Galgano - Vatikanstadt

Im Anschluss an die Unterredung mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche kam der amerikanische Chefdiplomat zu weiteren Gesprächen mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, sowie dem Sekretär für die Beziehungen zu den Staaten und internationalen Organisationen, Erzbischof Paul Richard Gallagher, zusammen.

Die Gespräche im Vatikan
Die Gespräche im Vatikan   (@Vatican Media)

Wie das Presseamt des Heiligen Stuhls im Anschluss mitteilte, verliefen die Begegnungen im Vatikan in einer herzlichen Atmosphäre. Demnach wurde das gemeinsame Engagement erneuert, die guten bilateralen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und den Vereinigten Staaten von Amerika zu pflegen.

Die Gespräche im Vatikan
Die Gespräche im Vatikan   (@Vatican Media)

Darüber hinaus widmeten sich die Gesprächspartner einem Meinungsaustausch über die aktuelle regionale und internationale Lage. Ein besonderes Augenmerk galt dabei jenen Ländern, die durch kriegerische Auseinandersetzungen, politische Spannungen oder schwierige humanitäre Situationen gezeichnet sind. In diesem Zusammenhang betonten beide Seiten die unbedingte Notwendigkeit, unermüdlich für die Förderung des Friedens einzutreten.

Auch Situation in Kuba Gegenstand der Gespräche

In diesem Zusammenhang präzisierte die Pressestelle des Heiligen Stuhls, dass unter den genannten Konfliktgebieten Länder in Afrika und im Nahen Osten gemeint seien, insbesondere der Libanon und der Iran - und dass auch „heiklere“ Themen wie die Lage in Kuba – wo es derzeit zu starken Spannungen mit den Vereinigten Staaten kommt – angesprochen worden seien; in diesem Zusammenhang wurde erneut die Notwendigkeit einer Unterstützung für das kubanische Volk bekräftigt.

Bereits am Mittwochnachmittag hatte Kardinal Parolin am Rand der Vorstellung des Buches mit bislang relativ unbekannten Texten des Papstes aus seiner früheren Zeit als Generalprior der Augustiner angekündigt, dass während der Gespräche internationale und andere wichtige Themen behandelt würden. 

Naher Osten und weitere Themen

Das US-Außenministerium hat seinerseits kurz nach der Audienz eine Mitteilung veröffentlicht, in der berichtet wird, dass während der Audienz beim Papst die Lage im Nahen Osten sowie weitere Themen „von gemeinsamem Interesse für die westliche Hemisphäre“ besprochen wurden. Rubio und Parolin – so heißt es in derselben Mitteilung – haben hingegen „die laufenden humanitären Bemühungen im Westen und die Initiativen zur Herstellung eines dauerhaften Friedens im Nahen Osten erörtert“. Diese Gespräche, so das US-Außenministerium, „haben die solide und dauerhafte Partnerschaft zwischen den Vereinigten Staaten und dem Heiligen Stuhl zur Unterstützung der Religionsfreiheit unter Beweis gestellt“.

Auf seinem X-Account schrieb der US-Außenminister: „Treffen mit @Pontifex, um unser gemeinsames Engagement für die Förderung von Frieden und Menschenwürde zu unterstreichen.“

(vatican news)

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07. Mai 2026, 16:36