Papst Leo XIV.: Christliches Handeln ist mehr als reine Philanthropie
Mario Galgano - Vatikanstadt
In seiner Begrüßung dankte der Papst den Gästen für die Geste der Nähe, die im Treffen mit dem Nachfolger Petri zum Ausdruck komme. Er nutzte den Anlass der Begegnung, um auf die zentralen Grundlagen des christlichen Handelns in der Gesellschaft zu verweisen. Jeder gläubige Christ sei dazu aufgerufen, sein Leben für das Wirken des Heiligen Geistes offenzuhalten und in ständiger Bereitschaft zu leben, die christliche Nächstenliebe aktiv in die Praxis umzusetzen.
Dabei definierte das Kirchenoberhaupt die theologische Tugend der Caritas als die Haltung, Gott über alles und die Mitmenschen aus Liebe zu Gott wie sich selbst zu lieben. Aus dieser Perspektive unterscheide sich der Christ von einem reinen Philanthropen. Das christliche Handeln zeichne sich durch Mitgefühl aus, liebe ohne Eigennutz und suche gezielt das ganzheitliche Wohl der Mitmenschen.
Ausrichtung auf die Hilfsbedürftigen
Der Papst lud die Mitglieder der Delegation dazu ein, den Blick auf Christus gerichtet zu halten. Nur durch diese spirituelle Ausrichtung werde es möglich, die Gegenwart Christi in den am wenigsten beachteten und am meisten hilfsbedürftigen Brüdern und Schwestern zu erkennen.
Das persönliche Engagement im Dienst an Gott und den Mitmenschen solle von Geduld und Mitgefühl geprägt sein. Zum Abschluss der Begegnung äußerte der Papst den Wunsch, dass dieser Dienst zu einem Wachstum in der göttlichen Liebe beitragen möge, und spendete der Delegation sowie deren Familien den Segen.
(vatican news)
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