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Jerusalem, Ölberg mit Friedensschrift aus Steinen (Amata J. Nowaszewska CSFN) Jerusalem, Ölberg mit Friedensschrift aus Steinen (Amata J. Nowaszewska CSFN) 

Papst an Uni aus Jerusalem: Stifter wahren Friedens sein

Papst Leo XIV. hat Universitäten zur Erziehung zu Frieden aufgerufen: „In einer Zeit, die oft von Gewalt und scharfer Rhetorik geprägt ist, können die Mitglieder Ihrer vielfältigen Hochschulgemeinschaft weiterhin ,Stifter eines wahren Friedens sein – eines unbewaffneten und entwaffnenden, demütigen und beharrlichen Friedens, der sich für die Eintracht unter den Völkern einsetzt`", sagte das katholische Kirchenoberhaupt diesen Donnerstag einer Delegation der „Hebrew University of Jerusalem".

Stefanie Stahlhofen - Vatikanstadt

Papst Leo XIV. empfing rund 30 Mitglieder der Führungsriege der Hebräischen Universität Jerusalem, die derzeit Rom und den Vatikan besuchen, am Vormittag in Audienz. „Ich hoffe, dass Sie während Ihres Aufenthalts hier Ihre Kenntnisse sowohl über die Vatikanstadt als auch über Rom vertiefen können – einen Ort, der nicht nur für die Entstehung und Entwicklung des christlichen Glaubens von zentraler Bedeutung ist, sondern auch seit Jahrtausenden die Begegnung verschiedener Kulturen und Völker fördert“, gab der Papst seinen Gästen mit. Besonders betonte Leo XIV., dass Universitäten „Orte der Begegnung" seien, an denen sich nicht nur Weisheit sondern auch Freundschaften entwickelten. 

„Auch wenn dies nicht immer einfach ist, müssen Universitäten stets darauf hinarbeiten, dass Möglichkeiten für sinnvolle Begegnungen erhalten bleiben. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil des Lebens jeder Hochschule, denn unsere Beziehungen zu anderen, unsere Sprachen und unsere Kulturen sind von entscheidender Bedeutung dafür, wer wir als Menschen sind", führte der Papst aus.  

Papst Leo XIV. hat am 18.6.2026 eine Delegation der Hebräischen Universität Jerusalem im Vatikan empfangen - der Papst rief Unis auf, Stifter wahren Friedens zu sein (Audio-Beitrag von Radio Vatikan)

„Unsere Beziehungen zu anderen, unsere Sprachen und unsere Kulturen sind von entscheidender Bedeutung dafür, wer wir als Menschen sind“

Universitäten seien „privilegierte Orte des Dialogs, an denen das Streben nach Wissen untrennbar mit dem Gedankenaustausch zwischen allen Mitgliedern der akademischen Gemeinschaft verbunden ist".  Wo respektvoller Dialog möglich sei, könne jeder sein Wissen erweitern und aus den Sichtweisen und persönlichen Erfahrungen anderer lernen – „selbst von denen, mit denen er möglicherweise nicht einer Meinung ist. In einem solchen Umfeld ist es mit geduldiger Beharrlichkeit möglich, schrittweise daran zu arbeiten, etwaige Barrieren aus Missverständnissen und Misstrauen abzubauen", warb der Papst für Dialog und Frieden. 

„Schrittweise daran arbeiten, etwaige Barrieren aus Missverständnissen und Misstrauen abzubauen“

Appell für Frieden

„Gott bittet uns, seine Werkzeuge zu sein, um der Welt Frieden zu bringen, doch wir müssen bei uns selbst anfangen. , Wenn ihr andere zum Frieden führen wollt, möget ihr ihn erst selbst in euch haben und in ihm gefestigt sein. Um andere zu entflammen, muss sein Licht in euch brennen", führte Leo mit einem Zitat Augustinus von Hippos aus. Es gelte, an den Frieden zu glauben und aktiv daraufhin zu arbeiten. 

„Ich bete darum, dass die Universitätsgemeinschaft durch die Heranbildung von Friedensstiftern weiterhin ein Leuchtfeuer der Hoffnung und der Einheit in einer zunehmend gespaltenen Welt sein möge", schloss er seine Rede an die Führungsriege der „Hebräischen Universität Jerusalem."

Hintergrund

Die „Universität des jüdischen Volkes" wurde im Jahr 1925 eröffnet. Sie ist heute - laut eigener Aussage - „Israels führende Universität (...) und zählt durchweg zu den 100 besten Universitäten der Welt". Zu ihren Zielen zählt sie nicht nur die Ausbildung von Führungskräften in den Bereichen Politik, Wissenschaft und Bildung, sondern auch die „Bewahrung und Erforschung jüdischer, kultureller, spiritueller und intellektueller Traditionen; sowie die Erweiterung der Grenzen des Wissens zum Wohle der gesamten Menschheit", ist auf der Internetseite der Uni zu lesen. 

(vatican news - sst) 

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18. Juni 2026, 09:54