Papst fordert konsequenten Ausbau sicherer kirchlicher Räume
Mario Galgano - Vatikanstadt
In seiner Ansprache zog der Papst eine Verbindung zwischen der Sicherheit in kirchlichen Einrichtungen und dem Kern des christlichen Glaubens. Eine genuine Erfahrung der Zuwendung Gottes setze sichere Räume voraus. Während die Begegnung mit Christus den Menschen positiv präge und zu einer Entfaltung führe, bewirkten Missbrauchssituationen das Gegenteil. Solche Erlebnisse hinterlassen laut dem Papst traumatische Wunden, welche die spirituelle und menschliche Entwicklung der Betroffenen beeinträchtigen und einschränken.
Das Kirchenoberhaupt begründete den Auftrag des Kinderschutzes mit den biblischen Mahnungen Jesu vor dem Ärgernis an den Kleinsten. Der Papst verwies zudem auf seine Ansprache an die spanischen Bischöfe während seiner Reise nach Spanien am 8. Juni 2026. Damals wie an diesem Mittwoch unterstrich er, dass die kirchliche Gemeinschaft auf das Leid der Betroffenen mit Zuhören, Wahrheit, Gerechtigkeit, Wiedergutmachung sowie einer entschiedenen Prävention und einer Kultur der Achtsamkeit antworten müsse. Diese Aufgabe liege zwar primär in der Verantwortung der Hirten, sei jedoch ein Auftrag an die gesamte Kirche.
Abschließend ermutigte der Papst die Fachkräfte, die Zusammenarbeit zwischen den Ortskirchen und den zivilen Institutionen weiter zu vertiefen. Ziel müsse es sein, dass alle physischen und virtuellen Räume der Kirche frei von Angst, Misstrauen oder Verdacht seien. Die Begegnung endete mit einem gemeinsamen Gebet und dem Segen des Papstes für die Anwesenden und deren Familien.
(vatican news)
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