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Papst an Festival in Brasilien: Mit Christus siegen wir immer

Leo XIV. hat junge Menschen in Brasilien ermutigt, ihre missionarische Kraft zu entfalten und ihre Beziehung zu Christus lebendig zu halten. In einer Videobotschaft an das Festival Halleluya warnte er zugleich davor, dass soziale Netzwerke und künstliche Intelligenz den Blick auf das verstellen können, was im Leben wirklich zählt.

von Birgit Pottler - Vatikanstadt

Das von der katholischen Gemeinschaft Shalom organisierte Musik- und Kunstfestival Halleluya in Fortaleza gilt als das größte seiner Art in Lateinamerika. Leo XIV. würdigte die Initiative, die durch Musik, Lobpreis und Anbetung Jahr für Jahr die Herzen vieler Menschen berühre. Sie bringe gute Früchte für die Evangelisierung hervor, darunter Beichten, Bekehrungen sowie Berufungen zum Priestertum und zum Ordensleben.

„Verliert niemals diesen missionarischen Eifer“

Die Begeisterung junger Menschen sei ansteckend und wecke „in uns allen einen neuen apostolischen Eifer“, sagte der Papst. Auf seinen jüngsten Reisen und beim Jubiläum der Jugend habe er festgestellt:

„Jeder von euch besitzt eine missionarische Kraft, die unverzichtbar ist, um diese Welt zu verändern, die das Evangelium so dringend braucht. Verliert niemals diesen missionarischen Eifer!“

Diesen Eifer erwarte der Herr von allen Getauften bei der Verkündigung der Frohen Botschaft. Viele Menschen müssten noch erfahren, dass Jesus auf ihre tiefsten Sehnsüchte antworte und dem Menschen die Wahrheit über sich selbst offenbare.

„Verkündet deshalb mutig, dass ein Leben ohne Christus ein Leben ohne Gnade ist! Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Er ist es, der dem Leben und allen Dingen Sinn verleiht.“

Dieser Glaube bewege die Christen, sagte Leo XIV. Es lohne sich, ihn mit den Menschen zu teilen, „die wir lieben und die ihn am dringendsten brauchen“.

Die Flamme des Glaubens lebendig halten

Die während des Festivals erfahrene Begeisterung könne mit der Zeit nachlassen, gab der Papst zu bedenken. Damit die Flamme des Glaubens weiterbrenne und die Jugendlichen ihren Freunden und den Menschen, denen sie begegneten, die Auferstehung bezeugen könnten, müssten sie durch das Gebet in der Gegenwart Gottes bleiben.

„Eine echte Beziehung zum Herrn verlangt Beständigkeit, Ausdauer und die feste Gewissheit, dass der Vater im Himmel uns niemals verlässt. Im Gegenteil: In seinem Sohn kommt er uns entgegen.“

„Habt deshalb keine Angst vor Christus! Er nimmt nichts, er gibt alles.“

Leo XIV. erinnerte an einen Satz von Papst Benedikt XVI. aus der Messe zu dessen Ponitfikatsbeginn im Jahr 2005:

„Habt deshalb keine Angst vor Christus! Er nimmt nichts, er gibt alles.“

Wer sich dem Erlöser anvertraue, empfange das Hundertfache und gehe immer als Sieger hervor, betonte Leo XIV. mit einem Bild aus dem Sport und einem Verweis auf den Römerbrief:

„Im Sport sehen wir die Freude der Sieger, aber auch die Traurigkeit derer, die verlieren. Mit Christus siegen wir immer! Die Heiligen geben davon Zeugnis.“


Carlo Acutis als Vorbild im digitalen Raum

Der jung verstorbene heilige Carlo Acutis zeige, wie Christus auch beim Gebrauch moderner Technologie im Mittelpunkt bleiben könne, sagte Leo XIV. Nach seinem Vorbild sollten junge Menschen soziale Netzwerke und künstliche Intelligenz verantwortungsvoll nutzen.

„Gebraucht diese Instrumente maßvoll und diszipliniert, denn sie können uns in eine unwirkliche Welt führen, in der das Vergängliche, der bloße Schein und die Täuschung den Platz der wahren Werte und dessen einnehmen, was wirklich zählt.“

„Lebendige Steine beim Aufbau der Stadt des Friedens“

Der Heilige Geist könne in den jungen Menschen eine noch größere Liebe entfachen: „Sie kann eure Jugend zu einer Kraft der Evangelisierung machen und jeden von euch zu einem lebendigen Stein beim Aufbau der ,Stadt des Friedens‘, nach der wir uns so sehr sehnen – oder, wie der heilige Augustinus sagte, der Stadt Gottes mitten in der Stadt der Menschen.“ 

Das Festival Halleluya wurde 1997 in Fortaleza gegründet und findet seit 2005 auf dem Gelände des Spirituellen Zentrums Uirapuru statt. Nach Angaben der Veranstalter umfasst das Festivalgelände heute rund 90.000 Quadratmeter. Das viertägige Event läuft seit 22. Juli und geht an diesem Sonntag (26. Juli) zu Ende. Die Videobotschaft des Papstes wurde um 9 Uhr MEZ veröffentlicht.

(vatican news - bp)

Auszüge aus der Videobotschaft an das Festival in Fortaleza

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26. Juli 2026, 09:00