Papst an Militärordinariat: Rechtsstaatlichkeit verteidigen, Frieden verkünden
Stefanie Stahlhofen - Vatikanstadt
Das katholische Militärordinariat ist für die Seelsorge von Soldaten und Sicherheitskräften und ihren Familien in Portugal zuständig. Dieses Jahr feiert es sein 60-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass gab es eine Pilgerreise nach Rom und in den Vatikan, wo Papst Leo XIV. die rund 70-köpfige Gruppe diesen Montag in Audienz empfing. Das katholische Kirchenoberhaupt hielt seine Rede auf Portugiesisch und grüßte und dankte allen - unabhängig von ihrer Religion - für ihren Dienst: „Christen und Nichtchristen – der Armee, der Luftwaffe, der Marine, der Republikanischen Nationalgarde und der Polizei für öffentliche Sicherheit in Portugal."
Tragischer Unfall: Zwei Soldaten, die helfen wollten, starben
Leo XIV. erwähnte zudem auch gleich zu Beginn einen traurigen Fall, bei dem jüngst zwei Soldaten, als sie bei einer Autopanne Hilfe leisten wollten, von einem Auto erfasst wurden und ums Leben kamen:
„Ganz besonders gedenke ich im Licht des auferstandenen Christus der beiden jungen Soldaten der Armee, die am vergangenen Freitag ihr Leben verloren haben, als sie großzügig wie der barmherzige Samariter auf dem Weg anhielten, um Hilfe zu leisten: Ich vertraue sie dem Herrn an, zusammen mit ihren Familien."
Tagtäglich hätten Militär und Streitkräfte die „edle Aufgabe, die Souveränität des Vaterlandes und die Rechtsstaatlichkeit zu verteidigen, für die Sicherheit der Mitbürger zu sorgen und sie vor Ungerechtigkeiten zu schützen", erklärte Leo XIV.
Trotz Autorität zentrale Stellung Gottes im eigenen Leben anerkennen
Er betonte, dass es dabei „Gehorsam, Disziplin, Entsagung, Loyalität, Kameradschaft, Hingabe, Verantwortung und Mut" brauche. All dies allein reiche jedoch nicht. Trotz aller Autorität gelte es auch, die zentrale Stellung Gottes im eigenen Leben anzuerkennen:
„Denn der Mensch, wie groß seine Verantwortung auch sein mag, wie viel Macht er auch ausübt, wie untadelig er auch sein mag, ist immer hungrig nach Unendlichkeit und durstig nach Ewigkeit." Das Unendliche und die Ewigkeit in Jesus Christus seien jedoch „ein Geschenk des Herrn", so der Papst. Er betonte zudem, dass eine Wallfahrt nach Rom und in den Vatikan, „für diejenigen, die an Christus glauben", eine einzigartige Gelegenheit zur Erneuerung biete, „um die zentrale Stellung Gottes im eigenen Leben anzuerkennen und den Glauben durch das Gebet am Grab des Apostels Petrus zu stärken."
Das katholische Militärordinariat Portugals rief Papst Leo XIV. auf, alle aufzunehmen, allen zuzuhören und alle „mit der Weisheit des Wortes Gottes" zu erleuchten. „Handelt im Namen Christi bei der Feier der Sakramente, begleitet jeden Einzelnen, ohne dabei ihre Familien zu vergessen. Aus diesem eurem besonderen Dienst werden die Früchte des persönlichen Wachstums in der Ausübung des christlichen Lebens und der Stärkung des Teamgeistes der Streitkräfte und Sicherheitskräfte, denen ihr dient, hervorgehen. Danke für die Nähe, die ihr als gute Hirten all jenen entgegenbringt, die einen so wichtigen, besonderen und anspruchsvollen Dienst zum Wohl Portugals und darüber hinaus leisten."
(vatican news - sst)
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