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Verpufft: Wolken am Himmel über Tel Aviv, nachdem Israel aus dem Libanon abgefeuerte Geschosse abgefangen hat Verpufft: Wolken am Himmel über Tel Aviv, nachdem Israel aus dem Libanon abgefeuerte Geschosse abgefangen hat 

Scientists for Peace: Vatikan-Akademie ruft Forschende zum Friedenseinsatz

Die Päpstliche Akademie für das Leben hat mit „Scientists for Peace“ einen weltweiten Aufruf gestartet, der Wissenschaft gezielt in den Dienst des Friedens stellen soll. Die Initiative richtet sich an Akademiker und Akademikerinnen aller Disziplinen, Nationalitäten und religiösen oder politischen Traditionen.

Die Akademie untersucht interdisziplinär Fragen zur Förderung und Verteidigung des menschlichen Lebens. Vor diesem Hintergrund fragt sie, ob wissenschaftliche Forschung zur Suche nach Frieden beitragen kann. Wissenschaftliche Arbeit wachse durch „strenge Methoden“ und „das Teilen von Wissen sowie die Bereitschaft, sich ständig in Frage zu stellen“, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Aufruf. Wettbewerb und Debatte prägten die heutige Forschung, könnten aber auf „transparenter Kommunikation“ und der Überwindung persönlicher Interessen beruhen.

In einer Zeit, in der „die Sprache der Waffen und des Krieges“ globales Gewicht gewinne und Gewalt auch Forschung einschränke, sei die Wissenschaft aufgerufen, sich für den Frieden einzusetzen. Sie sollten in ihrer täglichen Arbeit Wege der Versöhnung und Konfliktlösung suchen, so die Initiatoren.

Forschungsvorhaben auf „Kultur des Friedens" prüfen

Der Appell, den auch das Dikasterium für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen unterstützt, nennt konkrete Schritte. Forschende sollen wissenschaftliche Arbeit als „bedeutsame Praxis des Friedens“ erkennen und die Auswirkungen ihrer Projekte auf eine Kultur des Friedens prüfen. Internationale Fachgemeinschaften könnten Orte „wissenschaftlicher Diplomatie“ sein, etwa in großen kooperativen Forschungsprojekten. Zugleich lädt die Akademie dazu ein,  über monopolistische Strukturen im System geistiger Eigentumsrechte nachzudenken sowie Wachsamkeit gegenüber dem Risiko doppelter Nutzung von Forschungsergebnissen für militärische Zwecke zu üben.

Ziel bleibe, Entdeckungen und Erfindungen in den Dienst des Friedens zu stellen und Forschung zur gewaltfreien Lösung von Konflikten zu fördern. Zitiert wird Papst Leo XIV. mit seiner Botschaft zum Weltfriedenstag 2026: „Der Friede existiert, er will in uns wohnen, er hat die sanfte Kraft, den Verstand zu erleuchten und zu weiten, er widersteht der Gewalt und überwindet sie.“

Eine Beitrittserklärung zum Aufruf stellt die Akademie auf ihrer Webseite bereit.

(vatican news – gs)

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11. März 2026, 13:53