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Vatikan ruft Forscher weltweit zum Friedensdienst auf

Unter dem Titel „Scientists for Peace“ rufen die Päpstliche Akademie für das Leben und das Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen Wissenschaftler aller Disziplinen dazu auf, ihre Forschung aktiv in den Dienst des Friedens zu stellen.

„In diesem kritischen Moment der Geschichte – in dem die Sprache der Waffen und des Krieges sowie die Explosion der Gewalt eine tragische globale Bedeutung erlangt haben, die auch die wissenschaftliche Forschung unter Druck setzt – sind Wissenschaftler und Akademiker auf der ganzen Welt aufgerufen, eine klare Position für den Frieden zu beziehen“, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Appell.

Forschung als Werkzeug der Versöhnung

Die Initiative richtet sich an Forscher ungeachtet ihrer Nationalität, kulturellen Herkunft, politischen Meinung oder ihres religiösen Bekenntnisses. Der Kern des Dokuments fordert die Unterzeichner dazu auf, die wissenschaftliche Arbeit selbst als „eine bedeutsame Praxis des Friedens“ anzuerkennen.

Konkret schlägt der Vatikan grenzüberschreitende Kooperation vor. Es sollen Initiativen gefördert werden, die Wissenschaftler und Institutionen aus unterschiedlichen, teils verfeindeten Kulturen und Völkern zusammenbringen. Weiter gehe es um sogenannte Dual-Use-Monitoring, d.h. die Überwachung der möglichen missbräuchlichen Verwendung von Forschungsergebnissen für militärische Zwecke. Und ein dritter Aspekt betrifft die Innovation für den Frieden. Entdeckungen und Erfindungen sollen gezielt dort eingesetzt werden, wo sie Konflikte entschärfen oder zur Heilung gesellschaftlicher Wunden beitragen können.

Inspiriert durch Papst Leo XIV.

Der Appell bezieht sich explizit auf die Botschaft von Papst Leo XIV. zum 59. Welttag des Friedens. Darin betonte das Kirchenoberhaupt: „Der Friede existiert, er will in uns wohnen, er hat die sanfte Kraft, unsere Intelligenz zu erleuchten und zu erweitern; er widersteht der Gewalt und besiegt sie.“

Die Päpstliche Akademie für das Leben (PAV) betont, dass Wissenschaftler nicht in einem Elfenbeinturm leben, sondern ihre tägliche Forschungspraxis bereits ein Akt der Versöhnung sein kann, wenn sie auf Dialog und dem gemeinsamen Wohl der Menschheit basiert. Der Appell liegt ab sofort auf der Website der Akademie zur digitalen Unterzeichnung bereit.

(vatican news - mg)

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16. März 2026, 11:18