Vatikan und Italien: Religionen im Einsatz für Frieden und Dialog
Bei der Tagung am Angelicum in Rom hatten die Teilnehmer das gemeinsame Engagement für die Förderung einer Kultur der Begegnung und Zusammenarbeit zum Wohle aller bekräftigt, um „Brüderlichkeit und Frieden“ in der Welt zu schaffen, teilte das Dikasterium für interreligiösen Dialog zum Ende des Treffens diesen Mittwoch mit. Die Veranstaltung brachte Menschen zusammen, die sich für die Stärkung der menschlichen Brüderlichkeit durch interreligiösen Dialog und Zusammenarbeit in Europa einsetzen.
Die Konferenz fand laut dem Dikasterium in einer herzlichen Atmosphäre und im Geiste des Respekts und der Offenheit statt und bot Gelegenheit zum Zuhören, Lernen und zur gegenseitigen Bereicherung. Die Teilnehmer hätten „über die Herausforderungen nachgedacht, denen sich heutige Gesellschaften gegenübersehen, und die Bedeutung von Dialog und Zusammenarbeit als Mittel zur Förderung von Verständnis, Solidarität und Hoffnung bekräftigt". Als eines der Ergebnisse betonten die Teilnehmer, dass Gläubige, „sich niemals der Aufgabe entziehen dürfen, das Wachstum der Brüderlichkeit durch konkrete Taten zu fördern, die Frieden, Harmonie und das Wohlergehen aller begünstigen." Sie bekräftigten zudem, wie wichtig es sei, „heute gegenseitigen Respekt, Zusammenarbeit und gemeinsames Engagement zu stärken und dabei gleichzeitig in den jeweiligen religiösen Traditionen verwurzelt zu bleiben“.
Italien: Religionsvertreter unterzeichnen Pakt für Frieden
Treffen seit 2023, nun Meilenstein
Das Abkommen stellt laut den beteiligten Religionen einen „wesentlichen Meilenstein“ eines im Jahr 2023 begonnenen Weges dar. Seitdem treffen sich die Führer der im Land verbreiteten Religionen jährlich am Sitz der Italienischen Bischofskonferenz. Gaetano Castello, Weihbischof von Neapel und Vorsitzender der Kommission für Ökumene und Dialog, erklärt: „Was wir vorschlagen, ist der Königsweg der Begegnung mit dem Anderen, des Dialogs." Es gehe darum, das aus den jeweiligen Traditionen aufzunehmen, „was zum Wachstum unserer Gesellschaft beitragen kann.“
Die Unterzeichnung des Pakts der Religionen sei ein „historischer und sehr symbolträchtiger Tag für die italienische Geschichte und für die Rolle der Religionen in der Gesellschaft“, erklärte Yahya Pallavicini, Imam und Vizepräsident der italienischen islamischen Religionsgemeinschaft CO.RE.IS., dem italienischen katholischen Pressedienst „Sir". „Die einflussreichsten religiösen Vertreter des Landes werden in einem Akt der Verantwortung zusammenkommen, um den sozialen Zusammenhalt durch den interreligiösen Dialog zu stärken.“
(pm/vatican news/sir - sst)
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