Vatikanbibliothek: Papst eröffnet am 14. September Ausstellung
Man freue sich, „gemeinsam mit dem Apostolischen Archiv den Heiligen Vater Leo XIV. zu empfangen, der die Ausstellungsreihe ‚Katastrophe und Wunder‘ eröffnet“, heißt es in der Aussendung, in der ansonsten noch keine Details zum genauen Ort und Ablauf des Papstbesuches bekanntgegeben werden.
AQVA. Katastrophe und Wunder
Die Schau mit dem Titel „AQVA. Katastrophe und Wunder“ befasse sich mit dem Element Wasser als „Spiegel der Ängste und Hoffnungen der Menschheit“, heißt es weiter. Dabei führe der Weg von einer anfänglichen Wahrnehmung des Wassers als „bedrohliche Kraft“ bis hin zur Wiederentdeckung dieses Elementes als „lebenswichtige Ressource“.
Die Ausstellung ist Teil einer Ausstellungsreihe, in der es um die verschiedenen Elemente im Spiegel der Menschheit geht. Laut Veranstaltern soll sie den „Dialog zwischen zeitgenössischer Kunst und dem jahrhundertealten Erbe der Vatikanischen Bibliothek fördern“.
Neuinterpretation der historischen Sammlungen
Für die Ausstellung zum Thema Wasser wurden vor diesem Hintergrund drei zeitgenössische Akteure gewonnen, die in verschiedenen Bereichen kreativ wirken: Der französische Künstler JR, der US-amerikanische Typografen Bill Moran und der italienischen Chefkoch Fulvio Pierangelini würden „durch ihre Werke und Projekte eine ganz eigene Neuinterpretation der historischen Sammlungen gestalten“, wie es in der Ankündigung heißt. Kuratoren sind Don Giacomo Cardinali, Simona De Crescenzo, Francesca Giannetto und Delio Proverbio.
Die Ausstellung sei vom 25. September bis zum 14. Mai 2027 „an bestimmten Wochentagen“ zu besichtigen; Details würden demnächst bekanntgegeben. Eine Pressekonferenz dazu finde am 14. September um 8:30 Uhr statt.
Menschheits- und Mentalitätsgeschichte in historischen Werken
Ausgangspunkt des gesamten Ausstellungszyklus sei Gaetano Volpis Abhandlung über die Bibliophilie – „Del furore d’aver libri“ (1756) – gewesen, teilte die Vatikanbibliothek weiter mit. Darin werden „die Gefahren aufgezählt, die die Erhaltung von Büchern bedrohen: von Wasser bis Feuer, von Licht bis zu Tieren bis hin zu den Schäden, die der Mensch selbst seinem kulturellen Erbe zufügen kann“. Gaetano Volpi war ein italienischer Gelehrter und Verleger; sein historisches Werk „Del furore d’aver libri“ (1756) ist eine Liebeserklärung an das Sammeln von Büchern.
Mit ihrem umfangreichen Bestand alter Handschriften und früher Drucke zählt die Vatikanbibliothek zu den bedeutendsten Bibliotheken der Welt. Die Einrichtung versteht sich heute explizit auch als Plattform für interdisziplinären und interkulturellen Austausch.
(pm – pr)
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