Fastenbrechen in Lahore am Sonntag Fastenbrechen in Lahore am Sonntag  (AFP or licensors)

Pakistan: Ramadan-Hilfen auch für Christen

Die Regierung der bevölkerungsreichsten Provinz Pakistans hat erstmals Christen in ihr jährliches Ramadan-Hilfspaket aufgenommen.

Mit dem Programm werden in der islamischen Fastenzeit Millionen von armen Familien, überwiegend Muslime, unterstützt. Christliche Vertreter und Aktivisten begrüßten die Ankündigung der Informationsministerin von Punjab, Uzma Bukhari. Nach Angaben der Ministerin gehen die Ramadan-Hilfen an etwa 4,2 Millionen Familien. Zuvor hatte die Ministerpräsidentin von Punjab, Maryam Nawaz, angekündigt, dass das Hilfspaket von jeweils 3.000 auf 10.000 Rupien (umgerechnet 11 bis 36 US-Dollar pro Empfänger) aufgestockt wird. Die Empfänger können das Geld über digitale Bankkanäle abheben.

Erstmals offiziell mit einbezogen

In Pakistan sind Ramadan-Hilfspakete seit langem Teil der Sozialhilfen der Regierung. Sie zielen in erster Linie darauf ab, muslimische Familien, die fasten, durch subventionierte Lebensmittel oder direkte finanzielle Unterstützung zu unterstützen. Neben der Initiative der Regierung organisieren private Spender, wohlhabende Familien und Wohltätigkeitsorganisationen wie die Al-Khidmat Foundation Ramadan-Hilfspakete, die in der Regel auf Muslime beschränkt sind. Doch schon in der Vergangenheit haben Christen gelegentlich solche Hilfspakete erhalten. Nun werden sie erstmals offiziell einbezogen.


Laut einer digitalen Volkszählung von 2023 machen Christen etwa 3,30 Millionen oder 1,37 Prozent der Bevölkerung Pakistans aus, das mehrheitlich muslimisch ist. Etwa 70 Millionen Pakistaner – also ca. 29 Prozent der Bevölkerung – leben nach jüngsten Zahlen des pakistanischen Planungsministeriums in Armut.

(ucanews – sk)
 

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23. Februar 2026, 10:52