Die Gebeine des heiligen Franziskus in der Unterkirche Die Gebeine des heiligen Franziskus in der Unterkirche

Italien: Reliquien-Verehrung in Assisi endet

Nach einem Monat endet an diesem Sonntag die große Reliquienverehrung in der Basilika des heiligen Franziskus. Insgesamt 370.000 Pilger kamen dafür nach Assisi.

Der Vorsitzende der italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Matteo Zuppi, feiert am Nachmittag den Abschluss-Gottesdienst. Seit dem 21. Februar waren erstmals die Gebeine des heiligen Franziskus öffentlich für Pilger zugänglich. Täglich kamen rund 10.000 Menschen in die Basilika San Francesco in Assisi, um die sterblichen Überreste des Heiligen zu sehen.

Insgesamt 370.000 Pilger kamen insgesamt über den Monat zur Verehrung der Reliquien in der Unterkirche, während über 100.000 an den etwa 170 religiösen Feiern  in der Oberkirche teilgenommen hatten. Hunderte von Freiwilligen und MItarbeitern halfen bei der Organisation der Pilgerflüsse, während 300 Journalisten von etwa 130 italienischen und internationalen Medien akkreditiert waren. Diese Zahlen wurden bei der abschließenden Pressekonferenz in Assisi am Sonntag, 22. März 2026, mitgeteilt.

„Vielleicht wird er dadurch für uns noch präsenter“

Welche Wirkung diese einmalige Initiative für Assisi, die Ordensgemeinschaft, aber auch die Pilger habe, darüber hatten wir Mitte März bei einem Besuch in Assisi mit Bruder Thomas Freidel gesprochen. Der Franziskaner-Minorit betreut vor allem die deutschsprachigen Pilger.

„Ich hoffe, dass es uns verändert, dass es uns noch tiefer hineinführt in das, was uns wichtig ist: in die Lebensform, für die wir uns entschieden haben, und in das, was Franziskus für uns bedeutet. Vielleicht wird er dadurch für uns noch präsenter. Es lässt sich kaum erklären, aber genau das ist wohl das Geheimnisvolle an dieser Sache.“

Bruder Thomas Freidel OFM Conv
Bruder Thomas Freidel OFM Conv

Diese Wochen in Assisi seien für Außenstehende schwer zu beschreiben, räumt Bruder Thomas ein. „Und deshalb ist es etwas ganz Eigenes, das selbst zu erleben, statt es nur von außen zu betrachten oder zu beurteilen.“

(vatican news/assisi news - bp/cs)

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

22. März 2026, 14:04