Amazonas: Kardinal Steiner übernimmt CEAMA-Präsidentschaft
Mario Galgano - Vatikanstadt
Die Wahl des brasilianischen Kardinals gilt als Signal für die Kontinuität des synodalen Weges. Steiner, der dem Franziskanerorden angehört, ist bekannt für seine Verbundenheit mit den indigenen Gemeinschaften und seinen Einsatz für eine Kirche mit „amazonischem Gesicht“. Die CEAMA bekennt sich zum Weg einer Kirche, die „nah bei den Menschen und fest in den Territorien verwurzelt“ ist.
Ein erfahrener Hirte für den Regenwald
Leonardo Ulrich Steiner wurde in Forquilhinha (Brasilien) geboren und 1978 zum Priester geweiht. Nach Studien in Petrópolis und einer Promotion in Philosophie in Rom ernannte ihn Papst Franziskus 2019 zum Erzbischof von Manaus im Amazonas-Regenwald. Im Jahr 2022 folgte die Erhebung in den Kardinalsstand. Steiner bekleidet zudem wichtige Ämter in der brasilianischen Bischofskonferenz (CNBB) und im Indianerrat CIMI.
Verstärkung aus Peru
An Steiners Seite wurde Pater Jesús Huamán Conisilla zum Vizepräsidenten gewählt. Der Priester aus dem Apostolischen Vikariat Puerto Maldonado in Peru ist für seine Arbeit in Gebieten mit starker indigener Präsenz bekannt.
Der Wahlprozess in Bogotá dauert indes an. An diesem Donnerstag steht die Wahl weiterer Mitglieder des Vizepräsidiums an. Ziel ist es, eine vielfältige Vertretung sicherzustellen, die neben dem Klerus auch das Ordensleben, die Laien sowie die indigenen Völker umfasst. Damit will die CEAMA sicherstellen, dass das „plurale Gesicht der Kirche in Amazonien“ in ihrer Leitungsstruktur widergespiegelt wird.
(vatican news)
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