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Freiwillige bereiten in Beirut Mahlzeiten für Vertriebene und Flüchtlinge zu Freiwillige bereiten in Beirut Mahlzeiten für Vertriebene und Flüchtlinge zu 

Libanon: Don Bosco bittet um Nothilfe für Flüchtlinge

Angesichts der eskalierenden Kampfhandlungen im Libanon und einer dramatisch wachsenden Zahl von Binnenflüchtlingen hat das Hilfswerk „Don Bosco Mission Austria“ einen dringenden Appell zur Unterstützung veröffentlicht. Die Salesianer Don Boscos haben ihr Zentrum in El-Houssoun für hunderte Menschen geöffnet, die innerhalb kürzester Zeit alles verloren haben.

Laut Geschäftsführer Bruder Günter Mayer ist die Lage der betroffenen Familien katastrophal. „In dieser dramatischen Situation ist es entscheidend, dass die Menschen zumindest einen sicheren Ort finden, an dem sie versorgt werden und zur Ruhe kommen können“, erklärte Mayer am Samstag in Wien. Die Fluchtbewegungen innerhalb des Libanon haben sich in den letzten Tagen massiv verschärft; viele Menschen erreichen die Schutzzonen völlig erschöpft.

„Alles verloren“: Versorgung der Grundbedürfnisse

Viele der Geflüchteten besitzen nach Angaben der Helfer vor Ort „kaum mehr als die Kleidung, die sie tragen“. Die Salesianer und ihre freiwilligen Mitarbeiter organisieren in El-Houssoun eine umfassende Erstversorgung. Besonders dringend benötigt werden derzeit Decken, warme Kleidung, Lebensmittel sowie Hygieneartikel für die Familien.

Trauma-Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Neben der materiellen Hilfe liegt ein Schwerpunkt der Salesianer auf der psychologischen Betreuung. Kinder und Jugendliche seien durch die Erlebnisse von Gewalt, Explosionen und der überstürzten Flucht schwer gezeichnet. „Don Bosco Mission Austria“ unterstützt daher Programme zur psychologischen Begleitung, um den jungen Menschen zu helfen, die traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten und in der Sicherheit des Zentrums wieder so etwas wie Alltag zu erleben.

Das Hilfswerk bittet die österreichische Bevölkerung um Spenden, um die kontinuierliche Versorgung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten in den Notunterkünften sicherzustellen. Die Hilfe wird direkt vor Ort durch die Salesianer koordiniert, die trotz der gefährlichen Sicherheitslage im Land bleiben, um der Zivilbevölkerung beizustehen.

(kap - mg)

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14. März 2026, 13:59