Polen: Bischöfe sehen Religionslehrer benachteiligt
Bisher gab es an staatlichen Schulen wöchentlich zwei Stunden Unterricht in Religion; künftig soll es nur noch eine Stunde sein. Durch diesen Beschluss sehen die Bischöfe die Religionslehrkräfte benachteiligt. Um die Rechte der Lehrer zu verteidigen, sollten dringend Maßnahmen getroffen werden, so die Bildungskommission der polnischen Bischofskonferenz.
Kritik an neuem Schulfach
Kritik übte die Kommission auch an der Einführung des neuen Schulfachs Gesundheitserziehung, das über Empfängnisverhütung, Risiken im Zusammenhang mit Sexualität und Formen sexueller Gewalt aufklären soll. Die Bischöfe riefen in den vergangenen Monaten die Eltern dazu auf, einer Teilnahme ihrer Kinder an diesem Fach nicht zuzustimmen.
Längerer Streit zwischen Bischöfen und Regierung
Der Streit der Bischöfe mit der Regierung über die Halbierung der Religionsstunden hält schon seit einigen Monaten an. Das polnische Verfassungsgericht erklärte die Reduzierung Anfang Juli vergangenen Jahres für verfassungswidrig. Bildungsministerin Barbara Mowacka wies das Urteil jedoch zurück, nachdem das Parlament dem Verfassungsgericht im März 2024 die Legitimität abgesprochen hatte.
(kna - cf)
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