Ukraine: Großerzbischof dankt Österreich für 115.000 Euro Hilfe
Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk, das Oberhaupt der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, bedankte sich dieser Tage „aus tiefstem Herzen“ für die Großherzigkeit der Menschen in Österreich. In seinem Schreiben betont er, dass diese Hilfe weit mehr als eine rein finanzielle Transaktion sei: Sie sei ein „besonderes Zeichen geschwisterlicher Verbundenheit in so schweren Zeiten“.
Heiße Mahlzeiten und Medikamente gegen den harten Winter
Die Mittel wurden gezielt eingesetzt, um die elementarsten Bedürfnisse der kriegsgebeutelten Bevölkerung zu decken. In sieben Pfarrzentren in der Region Kyiv konnten dank der Unterstützung tausende heiße Mahlzeiten an Menschen ausgegeben werden, die durch die Kampfhandlungen alles verloren haben.
Der Fokus der Hilfe lag dabei auf den schwächsten Gliedern der Gesellschaft, wie beispielsweise der Versorgung von vulnerablen Gruppen. Menschen mit Behinderungen, alleinstehende Senioren und Familien mit Kleinkindern seienn mit Lebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln versorgt worden. Es gab auch Kälteschutz: Neben warmer Kleidung wurde an zahlreiche Familien Heizmaterial ausgegeben, um das Überleben in den zerstörten Wohngebieten zu sichern.
Mehr als nur Materielles: Trost und Hoffnung
Großerzbischof Schewtschuk hob hervor, dass neben der materiellen Not auch die psychische Belastung der Menschen adressiert wurde. „Durch persönliche Zuwendung und Gespräche schenkten wir tausenden Menschen Trost, Mut und Hoffnung auf ein sicheres und würdiges Leben“, so der Großerzbischof. Mit einem herzlichen „Vergelt’s Gott!“ richtete er seinen Dank stellvertretend für alle Betroffenen an die österreichischen Bischöfe und die Bevölkerung.
Ökumenische Solidarität in Österreich
In Wien schloss sich Ostkirchengeneralvikar Yuriy Kolasa dem Dank an. Er betonte, dass die ukrainisch-katholischen Pfarren in ganz Österreich eine enorme Welle der Hilfsbereitschaft erlebt hätten. Besonders bemerkenswert sei die Solidarität anderer christlicher Konfessionen gewesen, die die Spendenaktionen aktiv unterstützten. Trotz des Erfolgs der aktuellen Kampagne bleibe die Lage prekär; weitere Hilfe für die Notleidenden in der Ukraine sei weiterhin dringend willkommen.
(kap - mg)
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