10 Jahre Amoris Laetitia: Kirche in Afrika zur Neuentdeckung aufgerufen
Françoise Niamien und Mario Galgano - Vatikanstadt
Laut Messengue bietet das Treffen die Möglichkeit zur Evaluation. Gegenüber Radio Vatikan sagt er:
„Diese Begegnung könnte es ermöglichen, eine Nachverfolgung und Bewertung von Amoris Laetitia vorzunehmen, die bereits Antworten auf die Frage nach der Verkündigung des Evangeliums an die Familien unserer Zeit gab.“
Fokus auf die Kirche in Afrika
Für die Kirche in Afrika, die sich selbst oft als „Familie Gottes“ definiert, stellt das Treffen laut Messengue eine besondere Zäsur dar. Trotz der Bedeutung der Institution Familie sehe sich der Kontinent mit zunehmenden Krisen wie steigenden Scheidungsraten konfrontiert. Messengue stellt fest, dass die bisherige Umsetzung der in Amoris Laetitia vorgeschlagenen Leitlinien in Afrika noch nicht ausreichend sichtbar sei. Der Jesuit betont:
„Wir müssen die Tiefe von Amoris Laetitia neu entdecken. Die Aneignung ist in Afrika noch schwach ausgeprägt. Die Familienpastoral ist traditionell geblieben, während dieses Schreiben relevante Orientierungen für pastorale Kreativität bietet.“
Forderung nach struktureller Fortbildung
Um die vom Papst geforderte „pastorale Bekehrung“ umzusetzen, sieht der Experte einen hohen Bedarf an systematischer Qualifizierung. Die Inhalte des Schreibens müssten durch kontinuierliche Fortbildungen stärker im Bewusstsein der pastoralen Mitarbeiter verankert werden.
Messengue plädiert dafür, diese Ausbildung nicht nur auf Priester und Ordensleute zu beschränken, sondern sie bereits in die Ausbildung künftiger Geistlicher zu integrieren und auch die Familien selbst direkt in diesen Lernprozess einzubeziehen. Die Versammlung im Oktober 2026 in Rom soll hierfür den globalen Rahmen und die notwendigen Impulse liefern.
(vatican news)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.