Suche

Militär in Burkina Faso auf Patrouille Militär in Burkina Faso auf Patrouille 

Burkina Faso: Vorwürfe gegen die Armee

Die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ (HRW) wirft der Armee von Burkina Faso schwere Menschenrechtsverletzungen vor.

Zusammen mit verbündeten Milizen und einer Al-Qaida nahestehenden bewaffneten Gruppe habe das Militär seit 2023 mehr als 1.800 Zivilist getötet und Zehntausende gewaltsam vertrieben, so „Human Rights Watch“ in einem Bericht. Diese Gräueltaten, darunter die ethnische Säuberung der Fulani-Zivilbevölkerung durch die Regierung, stellten Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar.

Der Verband beklagt, dass der verheerende Konflikt in Burkina Faso weltweit kaum Beachtung findet. Der neue Bericht dokumentiert 57 Fälle, an denen burkinische Streitkräfte und verbündete Milizen, bekannt als „Freiwillige zur Verteidigung des Vaterlandes“ (VDPs), sowie die islamistische bewaffnete Gruppe „Jama’at Nusrat al-Islam wa al-Muslimin“ (JNIM) beteiligt waren, seit die aktuelle Militärjunta im September 2022 die Macht ergriffen hat.

„Das Ausmaß der Gräueltaten in Burkina Faso ist kaum fassbar, ebenso wie die mangelnde weltweite Aufmerksamkeit für diese Krise“


„Das Ausmaß der Gräueltaten in Burkina Faso ist kaum fassbar, ebenso wie die mangelnde weltweite Aufmerksamkeit für diese Krise“, so „Human Rights Watch“. Die Junta selbst begehe grausame Menschenrechtsverletzungen, versäume es, die Verantwortlichen auf allen Seiten zur Rechenschaft zu ziehen, und zensiere die Nachrichten, um das Leid der betroffenen Zivilisten zu verschleiern.

Seit 2016 führen die JNIM und andere islamistische bewaffnete Gruppen einen Aufstand gegen die aufeinanderfolgenden Regierungen in Burkina Faso als Teil einer umfassenderen Offensive in der gesamten Sahelzone Afrikas. Die JNIM hat Zivilisten getötet und Eigentum geplündert, was die Junta dazu veranlasste, „brutale Kampagnen zur Bekämpfung des Aufstands“ durchzuführen. Die Ermordung von Zivilisten und andere schwere Übergriffe auf sie – oft auf Gemeinschaften, denen vorgeworfen wird, die jeweils gegnerische Seite zu unterstützen –, sind laut HRW „zu einer Schlüsseltaktik sowohl der Junta als auch der JNIM geworden“.

(vatican news - sk)
 

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

08. April 2026, 14:23