Ungarn/Slowakei: Gemeinsames Gedenken in Esztergom
Den unmittelbaren Anlass für das Zusammenkommen bildete eine Wallfahrt zum 250-jährigen Jubiläum der Gründung der Diözese Spis, die über Jahrhunderte hinweg Teil der Erzdiözese Esztergom war.
Als Brüder und Schwestern in Christus
Bischof Trstensky erklärte am Samstag in seiner Homilie, die Pilger aus seiner Heimat seien nach Esztergom gereist, um für ihre historischen Wurzeln zu danken und zu verdeutlichen, dass sie am selben Altar stünden – „als Brüder und Schwestern in Christus“. Die Zukunft hänge nach den Worten des Bischofs nicht allein von den geerbten Traditionen ab, sondern auch von dem, was an die nachfolgenden Generationen weitergegeben werde. Dies setze jedoch voraus, dass man den erneuerten Entschluss zur Nachfolge Christi selbst aktiv lebe. Kardinal Erdö rief im Rahmen der Feierlichkeiten dazu auf, innerhalb der Weltkirche als Gemeinschaft aufzutreten und die geistliche sowie seelsorgliche Verbundenheit mit den benachbarten Diözesen aufrechtzuerhalten.
Der Grundstein für dieses Gedenken wurde am 29. Juni 2006 gelegt. Damals unterzeichneten Kardinal Erdö für die Ungarische Bischofskonferenz und der damalige Vorsitzende der Slowakischen Bischofskonferenz, Frantisek Tondra, während eines Gottesdienstes in der Basilika von Esztergom offizielle Briefe beider Bischofskonferenzen, die im Zeichen der Versöhnung und der zukünftigen Zusammenarbeit standen.
(kap - mg)
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