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Die 12. Vollversammlung der Bischofskonferenzen Asiens fand in Jakarta, Indonesien statt. Die 12. Vollversammlung der Bischofskonferenzen Asiens fand in Jakarta, Indonesien statt. 

Asien: Bischöfe betonen gemeinsame Verantwortung aller Getauften

„Eine Kultur des Zuhörens, der gemeinsamen Unterscheidung und der dienenden Leitung“: Das forderten die Teilnehmer der 12. Vollversammlung der Föderation Asiatischer Bischofskonferenzen (FABC) in ihrer Abschlusserklärung. Als Hindernis für eine stärkere Beteiligung und gemeinsame Verantwortung aller Getauften identifizierten die Bischöfe Asiens den Klerikalismus.

In der Erklärung zu der einwöchigen Versammlung, die am Sonntag in Jakarta ausklang, wird darauf verwiesen, dass der Klerikalismus „Gemeinschaft, Teilhabe und Mitverantwortung unter allen Getauften behindern“ könne. Synodalität dagegen sei ein Weg der Umkehr, der auf die Sendung der Kirche ausgerichtet sei, und nicht nur eine Arbeitsmethode. „Bevor sie unsere Strukturen verändert, verändert sie unsere Herzen. Bevor sie unsere Institutionen erneuert, erneuert sie unsere Beziehungen", so die Bischöfe.

Kirche in Asien: Brücke und Brückenbauerin...

Als „Brücke und Brückenbauerin“ bezeichneten die Teilnehmer der FABC die Kirche Asiens. In Zeiten von Polarisierung, sozialen Ungleichheiten, Migration, ökologischen Herausforderungen, technologischem Wandel und zurückgehenden demokratischen Räumen sei es die Aufgabe der Kirche, Orte des Vertrauens, des Dialogs und der Hoffnung zu schaffen. Besonders hervorgehoben wurden Brücken des Friedens in Konflikten, der Mitmenschlichkeit für Arme und Ausgegrenzte sowie der Hoffnung für junge Menschen auf der Suche nach Orientierung.

In einer Videobotschaft hatte Papst Leo die asiatischen Bischöfe am Samstag zu Einheit und gemeinsamer Sendung aufgerufen. Er betonte, dass die unterschiedlichen Ortskirchen Asiens trotz verschiedener Kulturen und politischer Systeme ihre Gemeinsamkeit vertiefen müssten, um so „gemeinsam Brückenbauer in ganz Asien“ zu sein. Der Papst verwies auch auf die Eucharistie als Zentrum katholischer Spiritualität und Quelle kirchlicher Einheit.

Nicht Mauern, sondern Brücken bauen

In ihrer Abschlusserklärung verpflichteten sich die asiatischen Bischöfe abermals zur Zusammenarbeit mit anderen christlichen Gemeinschaften, Religionen und Kulturen, wie auch zum Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung. Dazu wolle man „mit den Armen und Verwundbaren als Weggefährten gehen“ und sich für eine ökologische Umkehr einsetzen, damit kommende Generationen eine Welt erben, die „die Güte des Schöpfers widerspiegelt“. Als Symbol für diese Aufgabe verwiesen die Bischöfe auf den „Tunnel der Freundschaft“ in Jakarta. Dieser verbindet die katholische Kathedrale mit der Istiqlal-Moschee. „Unser Glaube ruft uns dazu auf, Brücken zu bauen, nicht Mauern", heißt es in der Erklärung.

Umsetzung synodaler Entscheidungsprozesse

Die Versammlung der FABC war auch geprägt von der Umsetzung synodaler Entscheidungsprozesse. Wie der Generalsekretär der Weltsynode, Kardinal Mario Grech, in diesem Zusammenhang betonte, könne das gemeinsame Ringen um Entscheidung die Autorität der Bischöfe stärken, nicht schwächen. Die Beratungen orientierten sich teilweise an der bereits bei der Weltsynode verwendeten Methode der Gespräche an runden Tischen.

Hintergrund

 

An der Versammlung nahmen etwa 150 Bischöfe, Kardinäle und kirchliche Delegierte aus Asien und anderen Regionen teil. Die 12. Vollversammlung der FABC, ein Zusammenschluss katholischer Ortskirchen aus 29 Ländern Zentral-, Ost- und Südostasiens, beriet unter dem Motto „Ihr werdet Größeres sehen“ über die Zukunft der Kirche auf dem asiatischen Kontinent.

(kap - sc)

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27. Juli 2026, 10:53