Indonesien: Asiatische Bischöfe treffen sich
Mehr als 100 Kardinäle, Bischöfe, Priester, Ordensleute und Delegierte aus ganz Asien nehmen an der einwöchigen Vollversammlung teil. Gracias erklärte zum Auftakt, die Sendung der Kirche bestehe darin, Menschen zusammenzuführen, Versöhnung zu fördern und ein Werkzeug des Friedens zu sein. „Unsere Aufgabe ist es, Brückenbauer zu werden“, so der Kardinal in seiner Predigt.
Einheit der Kirche inmitten vieler Kulturen
Die Vielfalt Asiens spiegelte sich bei den Fürbitten der Eröffnungsmesse wider, die in mehreren Sprachen vorgetragen wurden, darunter auf Javanisch, Mentawai, Hochchinesisch (Mandarin), Benawas-Dayak aus Borneo und Sumbanesisch aus Ost-Nusa-Tenggara. Die Allerheiligenlitanei, in der heilige Frauen und Männer aus ganz Asien angerufen wurden, stellte ein weiteres besonderes Merkmal der Messe dar. Die Versammlung betete um die Fürsprache von Seligen oder Heiligen aus China, Indien, Japan, Korea, Malaysia, den Philippinen, Sri Lanka, Hongkong, Thailand, Myanmar, Kasachstan, Indonesien, Laos und Afghanistan.
Gelegenheit, Zeichen der Zeit zu erkennen
Kardinal Gracias hob in seiner Predigt an die Teilnehmer hervor, dass die Versammlung der FABC mehr sei als eine intentionelle Zusammenkunft. Es sei eine Gelegenheit für die Ortskirchen Asiens, die Zeichen der Zeit zu erkennen und ihr Engagement für die Verkündung des Evangeliums zu erneuern. Das vergangene Halbjahrhundert der FABC rekapitulierend, benannte er die COVID-19-Pandemie als eine der prägenden Herausforderungen für die Kirche in den vergangenen Jahren. Wenngleich diese Leid über den gesamten Kontinent brachte, habe sie zugleich die Widerstandskraft, Solidarität und den kollegialen Geist der Kirchen Asiens offenbart. Zudem verwies der Papstgesandte auf Krieg und Gewalt als einige der größten Herausforderungen, denen die Menschheit heutzutage gegenübersteht.
Geist des gemeinsamen Unterwegsseins
Die Synodalität beschrieb Kardinal Gracias als ein Geschenk, sowohl für die Kirche als auch für die Gesellschaft. Dabei betonte er, dass der Geist des gemeinsamen Unterwegsseins in den asiatischen Kulturen seit Langem durch Familienleben, gemeinschaftliche Werte und gegenseitigen Respekt verankert sei. Die synodalen Werte des Zuhörens, der Teilhabe, der Offenheit und der gemeinsamen Verantwortung könnten auch zu guter Amtsführung beitragen und bei der Bekämpfung der Korruption in vielen Teilen Asiens helfen.
(vatican news – sc)
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