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Der UNICEF-Vertreter im Sudan weist auf die Folgen des bewaffneten Konflikts im Sudan für die Kinder hin. (Archivfoto) Der UNICEF-Vertreter im Sudan weist auf die Folgen des bewaffneten Konflikts im Sudan für die Kinder hin. (Archivfoto) 

Sudan: „Jedes getötete oder verletzte Kind ist eines zu viel"

Ein Drohnenangriff auf den Markt von Ar Rahad forderte an diesem Dienstag mehrere Verletzte und Tote. In einer Erklärung weist UNICEF auf die Folgen des Konflikts für die Kinder im gesamten Sudan hin und appelliert an alle Konfliktparteien zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts sowie einen ungehinderten Zugang zu humanitärer Hilfe in den betroffenen Regionen.

Sheldon Yett, UNICEF-Vertreter im Sudan, berichtet in einer Erklärung vom Mittwoch über einen Drohnenangriff auf den Markt in Ar Rahad im Bundesstaat Nord-Kordofan. Dabei wurden Berichten zufolge sechs Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren verletzt, mindestens zwei weitere Kinder kamen ums Leben. Darüber hinaus sollen mehr als 20 Menschen verletzt und vier Erwachsene getötet worden sein.

„Märkte sind Orte, an denen Familien zusammenkommen, um Lebensmittel zu kaufen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen und ihre Grundbedürfnisse zu decken. Sie dürfen niemals zu Orten des Todes und der Verwüstung werden“, erklärte Yett. Der jüngste Angriff zeige auf „erschütternde Weise“ die tödlichen Folgen des Konflikts für Kinder im gesamten Sudan.

Kinder zahlen den höchsten Preis

„Wo immer sich der Konflikt ausbreitet, zahlen Kinder den höchsten Preis.“ UNICEF weist in seiner Erklärung darauf hin, dass die Angriffe nicht nur Menschenleben fordern, sondern auch Häuser, Schulen, Gesundheitseinrichtungen, Wasserversorgungsnetze und Märkte beschädigen oder zerstören. „Dadurch werden Kinder der Gesundheitsversorgung, Bildung, Ernährung sowie des Zugangs zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Versorgung beraubt. Zudem werden immer mehr Familien gezwungen, ihre Häuser zu verlassen.“ Die traumatischen Erlebnisse und die anhaltende Unsicherheit verschärften darüber hinaus die Angst und Belastung von Kindern und ihren Familien.

Zivilpersonen und zivile Infrastruktur schützen

UNICEF macht zudem darauf aufmerksam, dass die anhaltenden Angriffe und die unsichere Lage entlang der Versorgungsrouten sowohl die Bewegungsfreiheit humanitärer Helfer als auch den Transport dringend benötigter Hilfsgüter und den Zugang zu betroffenen Gemeinden erheblich einschränken. „Jedes getötete oder verletzte Kind ist eines zu viel.“ Deshalb fordere UNICEF alle Konfliktparteien nachdrücklich auf, „Zivilpersonen und zivile Infrastruktur zu schützen, ihre Verpflichtungen nach dem humanitären Völkerrecht einzuhalten sowie einen sicheren, schnellen und ungehinderten humanitären Zugang zu bedürftigen Kindern und Gemeinschaften zu ermöglichen“.

Ar Obeid sei nur ein Teil einer weitaus größeren Krise, die Kinder im Sudan betreffe. Die Berichte aus der Region seien zutiefst besorgniserregend. Für den UNICEF-Vertreter ist der Angriff auf den Markt in Ar Rahad „eine verheerende Erinnerung daran, dass Kinder weit über die derzeit im Fokus stehenden Gebiete hinaus gefährdet bleiben“. Gemeinden in Süd-Kordofan, Teile Nord-Darfurs sowie Regionen am Blauen Nil seien „weiterhin mit schwerer Unsicherheit, Vertreibung und einem wachsenden humanitären Bedarf konfrontiert“.

(unicef – sc)

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22. Juli 2026, 11:34