Südsudan: Dürre verschärft Not
Die Niederschläge während der diesjährigen Regenzeit im Südsudan sind bislang unterdurchschnittlich, wie Missio-Projektpartner Hakim Simba Kuol berichtet: „Im April und Mai, zu Beginn der Regenzeit, gab es noch die für die Jahreszeit üblichen Niederschläge. Im Juni und Juli hatten wir aber sehr hohe Temperaturen und nur sehr geringe Niederschläge.“
Der Wassermangel in der Region Central Equatoria treibt die Menschen zur Flucht. „Berichten zufolge sind bereits 1.500 Menschen nach Kenia geflohen, um der Dürre zu entkommen“, sagt Kuol. Sorge bereitet dem Missio-Projektpartner auch die Situation in der Hauptstadt Juba. Erste Warnzeichen für eine länger anhaltende Dürrekrise sind dort bereits seit Wochen zu beobachten: „Aus meteorologischer Sicht sind ein oder zwei trockene Wochen in Juba als Unterbrechung mitten in der Regenzeit normal. Doch die immer geringeren Niederschlagsmengen und die Abstände zwischen den Niederschlägen verschärfen die ohnehin schon äußerst angespannte Ernährungssituation im Land.“
Missio hilft vor Ort
Die Päpstlichen Missionswerke in Österreich unterstützen in Juba die Versorgung von Babys und Kleinkindern mit Nahrung. Denn gerade die Jüngsten leiden besonders unter den Folgen der Ernteausfälle. Jedes vierte Kind im Südsudan hungert. Mangelernährung führt häufig zu Entwicklungsverzögerungen und erhöht die Anfälligkeit für Krankheiten.
Sollten die Niederschläge im Laufe des Augusts nicht zunehmen, droht eine lang anhaltende Katastrophe, warnt Missio-Projektpartner Kuol: „Die Trockenheit führt dazu, dass die Felder kaum bestellt werden können. Wenn die Abstände zwischen den Regenfällen immer größer werden, haben wir bald ein großes Problem. Unsere gesamte Nahrungs- und Wasserversorgung ist in großer Gefahr.“
Missio Österreich ruft daher zu Spenden für den Südsudan auf.
(pm – pr)
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