UNO zu Religionsfreiheit: Bedeutung der Zivilgesellschaft
Anlässlich des Motto-Tages am 22. August sandte die Sonderberichterstatterin für Religions- und Weltanschauungsfreiheit der UNO eine Videobotschaft an das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN).
Religionsfreiheit in Charta der Menschenrechte verankert
„Die Notwendigkeit, die Religions- und Weltanschauungsfreiheit zu wahren – und zwar auf allen Ebenen, lokal, regional und global –, ist wirklich dringend. Sehr viele Menschen in allen Teilen der Welt leiden Tag für Tag unnötigerweise unter Verletzungen ihrer Menschenrechte und Grundfreiheiten, schlicht und einfach aufgrund ihrer Religion oder Weltanschauung”, so Ghanea.
Sie verwies auf die Realität, mit der unzählige Betroffene weltweit konfrontiert seien: Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder, die aufgrund religiöser Vorurteile inhaftiert werden; Diskriminierung, die nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in Regierungen, Justiz- und Einwanderungsbehörden sowie im Strafvollzug tief verwurzelt ist; und Gewalt durch Milizen, die ganze Gemeinschaften zerstören, Land beschlagnahmen und Familien zur Flucht zwingen.
Gewalt gegen Angehörige unterschiedlicher Religionen
In ihrer Botschaft unterstrich die Sonderberichterstatterin zugleich die unverzichtbare Rolle der Zivilgesellschaft beim Schutz des Rechts auf Religions- oder Weltanschauungsfreiheit. „Sie spielt eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung dieser Verstöße und bei der Wahrung der Menschlichkeit und Gleichheit der Opfer, unabhängig von ihrer Religions- oder Weltanschauungszugehörigkeit. Sie spielt auch eine wichtige Rolle bei der Berichterstattung, bei der Förderung von Verständnis und gutem nachbarschaftlichem Miteinander auf lokaler Ebene – sowohl in Kriegs- als auch in Friedenszeiten –, bei der Gewährleistung von Wiedergutmachung und bei der Unterstützung des Wiederaufbaus.“
„Red Wednesday“ und Petition für Religionsfreiheit von „Kirche in Not“
Mehr als 32 500 Menschen weltweit haben die Petition von „Kirche in Not“ bereits unterzeichnet. Das Hilfswerk ruft Einzelpersonen, Gemeinschaften und Institutionen dazu auf, sich
anzuschließen. „Kirche in Not“ verweist auch auf die weltweite Aktion „Red Wednesday“. Rund um den Mittwoch, 18. November, werden Kirchen und öffentliche Gebäude rot angestrahlt – aus Solidarität mit verfolgten Christen und für das Menschenrecht auf Religionsfreiheit.
(pm – pr)
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