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Erzbischof Herwig Gössl Erzbischof Herwig Gössl   (© Pressestelle Erzbistum Bamberg / Hendrik Steffens)

D: Bischof fordert einheitliche politische Haltung der Kirche

Der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl hat eine einheitliche politische Position der Kirche gefordert. Bereits in der Bibel habe es hoch politische Figuren gegeben. Gleichzeitig kritisierte der Erzbischof mangelnde Kompromissbereitschaft in der Gesellschaft.

Auch wenn der Kernauftrag der Kirche sei, den Glauben zu verbreiten, so gehe es schon in der Bibel politisch zu. Bereits der Auftrag an Mose, sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten zu führen, sei hochpolitisch, so der Bamberger Erzbischof bei einer Veranstaltung zur Politischen Gestaltungskraft der Religion in der Konrad-Adenauer-Stiftung. Mitveranstalter war das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK).

Einheitliche Haltung der Kirche

Gleichzeitig betonte Gössl, dass politische Positionen der Kirche mit einer klaren, gemeinsamen und einheitlichen Stimme geäußert werden sollten. Als positives Beispiel nannte er dabei die die im Februar 2024 veröffentlichte Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz mit dem Titel „Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar".

Zudem beklagte Gössl eine mangelnde Kompromissbereitschaft. Dies sei eine generelle gesellschaftliche Schwierigkeit, die sich auch auf die Kirche auswirke.

(kna – cf)

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21. März 2026, 12:13