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Pope Leo XIV visits Monaco

Leo XIV. in Monaco: Nein sagen zu den Götzen von Reichtum und Macht

Papst Leo XIV. hat von Monte Carlo aus Nein zu den Götzen des Reichtums und der Macht gesagt. „In der langen Fastenzeit der Welt, gerade jetzt, wo das Böse wütet und der Götzendienst die Herzen gleichgültig macht“, sollten die Menschen sich für Befreiung einsetzen.

Stefan von Kempis – Vatikanstadt

„Die Befreiung von den Götzen ist das Freiwerden von einer Macht, die zu etwas Beherrschendem geworden ist, vom Reichtum, der zur Gier verkommen ist, von der Schönheit, die zur Eitelkeit verzerrt wurde.“ Das sagte Leo in der Predigt bei seiner Messfeier im Fußballstadion von Monaco am Samstagnachmittag.

Die Messfeier bei strahlendem Sonnenschein war Höhe- und Schlusspunkt einer eintägigen Reise des Papstes ins Fürstentum Monaco. Über 15.000 Menschen, darunter viele aus den Nachbarländern Italien und Frankreich, nahmen an der Eucharistiefeier teil. Der aus den USA stammende Papst, für den es die zweite Auslandsreise seines Pontifikats war, zeichnete die heutige Welt als von zwei gegenläufigen Bewegungen gezeichnet: „einerseits die Offenbarung Gottes, der sein Antlitz als allmächtiger Herr und Heiland zeigt, und andererseits das verborgene Wirken mächtiger Autoritäten, die bereit sind, ohne Skrupel zu töten“. Wo sich diese zwei Kurven kreuzten, erhebe sich das Kreuz, also „das Zeichen Jesu, das darin besteht, das Leben hinzugeben“.

„Jesus verändert die Weltgeschichte, indem er uns vom Götzendienst zum wahren Glauben, vom Tod zum Leben ruft“

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„Auch heute noch werden weltweit so viele Pläne geschmiedet, um Unschuldige zu töten. Wie viele falsche Gründe werden vorgebracht, um sie aus dem Weg zu räumen! Doch der Hartnäckigkeit des Bösen steht die ewige Gerechtigkeit Gottes gegenüber, die uns stets aus unseren Gräbern erlöst.“ Gott erweiche die verhärteten Herzen durch seine Barmherzigkeit, die der „wahre Name seiner Allmacht“ sei. Der Papst drängte die Teilnehmenden an der Messfeier dazu, sich auf einen „Weg der Bekehrung“ zu machen, zu dem die Absage an die Götzen gehöre, also an „all jene Dinge, die das Herz versklaven, es kaufen und verderben“. Jesus verändere die Weltgeschichte, indem er uns vom Götzendienst zum wahren Glauben, vom Tod zum Leben rufe.

Frieden ist nicht bloß ein Kräftegleichgewicht

„Die Reinigung vom Götzendienst, der die Menschen zu Sklaven anderer Menschen macht, vollendet sich als Heiligung, als Gnadengabe, die die Menschen zu Kindern Gottes und zu Brüdern und Schwestern untereinander macht. Dieses Geschenk erhellt unsere Gegenwart, denn die Kriege, die sie mit Blut beflecken, sind Frucht des Götzendienstes der Macht und des Geldes. Jedes zerbrochene Leben ist eine Wunde am Leib Christi. Gewöhnen wir uns nicht an den Lärm der Waffen, an die Bilder des Krieges! Frieden ist nicht bloß ein Kräftegleichgewicht, sondern das Werk gereinigter Herzen, von Menschen, die im anderen einen Bruder und eine Schwester sehen, die es zu behüten gilt, nicht einen Feind, der vernichtet werden muss.“


Die Gläubigen in Monaco sollten „viele Menschen mit ihrem Glauben glücklich machen“ und „echte Freude“ verbreiten, wünschte sich Papst Leo. „Quelle dieser Freude ist die Liebe Gottes: die Liebe für das ungeborene und hilfsbedürftige Leben, das es stets anzunehmen und zu umsorgen gilt; die Liebe zum jungen und zum alten Leben, das in den Prüfungen jedes Alters gefördert werden muss; die Liebe zum gesunden und zum kranken Leben, das manchmal einsam ist und immer fürsorglichen Beistands bedarf.“

(vatican news)
 

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28. März 2026, 16:18