Vatikan verurteilt Islamfeindlichkeit
„Diskriminierung und Gewalt gegen Muslime schwächen die Bande des Vertrauens und der Solidarität, die die Menschheit gerade im aktuellen internationalen Kontext besonders dringend benötigt“, merkte der Diplomat von der Ständigen Vertretung des Vatikans bei den Vereinten Nationen im Rahmen einer Sitzung an. Anlass war der Internationale Tag zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit, der am 15. März begangen wird.
Islamfeindlichkeit verweist auf Erosion der Religionsfreiheit
Die zunehmenden Fälle von Intoleranz, Diskriminierung und Feindseligkeit gegenüber Muslimen, Juden, Christen und Anhängern anderer traditioneller Religionen seien darauf zurückzuführen, „dass das Recht auf Religions- oder Weltanschauungsfreiheit nicht anerkannt und verteidigt wird“, fuhr er fort. Speziell mit Blick auf die fortbestehende Islamfeindlichkeit merkte er an: „Diskriminierung und Gewalt gegen Muslime schaden nicht nur dem Einzelnen, sondern untergraben auch das geistige, moralische und soziale Gefüge der Gesellschaft insgesamt“.
Das Recht auf Religionsfreiheit sei „kein Luxus, sondern ein Grundpfeiler jeder gerechten Gesellschaft“, erinnerte der Geschäftsträger der Vatikan-Vertretung. Wenn diese Freiheit verweigert werde, werde Menschen die Fähigkeit genommen, „frei auf den Ruf der Wahrheit zu antworten“, zog der Vatikandiplomat Ausführungen von Papst Leo zur Religionsfreiheit heran: „Was folgt, ist ein langsamer Zerfall der ethischen und spirituellen Bindungen, die Gemeinschaften zusammenhalten; Vertrauen weicht der Angst, Misstrauen ersetzt den Dialog und Unterdrückung führt zu Gewalt“ (eine Äußerung des Papstes vom 10.10.2025).
Feindselige Narrative im Internet mit verheerender Wirkung
Im Internet werde heute die Diskriminierung religiöser Gruppen verstärkt, so der Vatikanvertreter weiter. Dort würden sich „feindselige Narrative“ rasch verbreiten. Diese Situation erfordere „stärkere Bildungsinitiativen, insbesondere im Bereich der digitalen Kompetenz, um den Nutzern zu helfen, kritisches Denken zu entwickeln und an geistiger Freiheit zu gewinnen“, so der Diplomat, der auch zur Stärkung eines „authentischen interreligiösen Dialoges“ aufrief.
(vatican news – pr)
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