Papst Leo beim Angelus: „Im Grab des Egoismus gibt es kein Leben“
von Birgit Pottler - Vatikanstadt
Jesus sage auch heute zu den Menschen: „Ich bin die Auferstehung und das Leben“, erinnerte der Papst mit Blick auf das Sonntagsevangelium von der Auferweckung des Lazarus. Im auferstandenen Christus lägen Heil und Fülle des Lebens – nicht im Vergänglichen.
Materieller Besitz macht nicht unsterblich
„Seine Gnade erleuchtet diese Welt, die ständig auf der Suche nach Neuem und nach Veränderung zu sein scheint, selbst wenn dies bedeutet, wichtige Dinge – Zeit, Energie, Werte, Zuneigung – zu opfern, als ob Ruhm, materieller Besitz, Vergnügungen und flüchtige Beziehungen unser Herz erfüllen oder uns unsterblich machen könnten.“
Jeder Mensch trage das „Verlangen nach Unendlichkeit“ in sich, verwies Leo XIV. auf den Kirchenvater Augustinus. Aber: „Nichts Endliches kann unseren inneren Durst stillen, denn wir sind auf Gott hin geschaffen, und wir finden keinen Frieden, solange wir nicht in ihm ruhen“ (vgl. Confessiones, I, 1.1).
Die Erzählung von Lazarus lade daher dazu ein, das eigene Leben zu prüfen und sich von inneren „Felsblöcken“ zu befreien – von Gewohnheiten und Denkweisen, die „im Grab des Egoismus, des Materialismus, der Gewalt oder der Oberflächlichkeit“ gefangen hielten.
Liebe ohne Maß
Der Ruf Jesu „Komm heraus!“ (Joh 11,43) gelte auch heute. Er ermutige dazu, „durch seine Gnade erneuert aus diesen engen Räumen herauszutreten, um als neue Frauen und Männer […] ohne Berechnung und ohne Maß zu hoffen und zu lieben“.
(vatican news – bp)
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